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Fürther Verein Frankenkonvoi hilft obdachlosen Menschen in Moria | BR24

© BR Fernsehen

Der Fürther Verein "Frankenkonvoi" bringt seit fünf Jahren Hilfe dorthin, wo sie dringend gebraucht wird. Derzeit sammelt die Initiative für die Flüchtlinge von Moria. In Griechenland steht der Winter vor der Tür.

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Fürther Verein Frankenkonvoi hilft obdachlosen Menschen in Moria

Nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos Anfang September waren mehr als 12.000 Menschen obdachlos. Ihr Schicksal bewegte auch Franken. Der Verein Frankenkonvoi aus Fürth etwa half schnell und unbürokratisch.

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Fast ein wenig versteckt ist sie – die Zentrale der Hilfsorganisation Frankenkonvoi in der Fürther Mathildenstraße. Seit etwa fünf Jahren operiert der Verein aus der ehemaligen Apotheke heraus und leistet humanitäre Hilfe – zuletzt nach dem Großbrand in Moria, der mehr als 12.000 Menschen das Dach über dem Kopf zerstört hat.

Vom Plüschtier bis zum Schnuller: Gebraucht werden viele Spenden

Windeln, Feuchttücher, Baby-Fläschchen – diese Spenden aus einer Schule in Cadolzburg sind gerade erst frisch hereingekommen. Tom Geisbüsch und Peter Kunz vom Fürther Verein Frankenkonvoi sortieren die Sachen, die so bald wie möglich dahin kommen sollen, wo sie dringend gebraucht werden. Momentan, erzählt Peter Kunz, sei die Spendenbereitschaft der Menschen groß. Das liege vor allem daran, dass viele noch die Brandkatastrophe von Moria vor Augen hätten.

Frankenkonvoi hilft seit fünf Jahren bei humanitären Notlagen

Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit: das sind Werte, auf die die ehrenamtliche Organisation baut. Ob Menschen auf der Flucht, Waisenkinder in Rumänien, Obdachlose oder der in Not geratene Nachbar – Frankenkonvoi hilft seit etwa fünf Jahren Menschen in Not. Der Gründer des Vereins ist der Fürther Werbefotograf Tom Geisbüsch. Sein erster humanitärer Einsatz führte ihn im September 2015 auf die Balkanroute. Die Erinnerung daran ist ihm bis heute präsent: "Da war ein Kriegsbetroffenen-Friedhof im Niemandsland, wo einige der Opfer des Jugoslawienkriegs beerdigt waren. Und da wurden Flüchtlinge tatsächlich gezwungen, ihre kleinen Kinder auf Gräber zu betten, auf Buchsbaum-Hecken. Weil sonst nichts da war, keine Decken. Nichts."

© Frankenkonvoi e.V.

Das Team von Frankenkonvoi hilft unbürokratisch.

© Frankenkonvoi e.V.

Etwa 20 Ehrenamtliche engagieren sich regelmäßig für den Verein.

© Frankenkonvoi e.V.

Frankenkonvoi-Hündin Paula stammt aus Rumänien.

© Frankenkonvoi e.V.

Die Hilfe kommt da an, wo sie gebraucht wird.

© Frankenkonvoi e.V.

Frankenkonvoi-Gründer Tom Geisbüsch beim Verteilen von Mund-Nasen-Schutzmasken.

© Frankenkonvoi e.V.

Humanitäre Hilfe in Rumänien

© Frankenkonvoi e.V.

Frankenkonvoi hilft in Flüchtlings-Camps.

© Frankenkonvoi e.V.

Ersthilfe von Frankenkonvoi: schnell und unbürokratisch

Frankenkonvoi sammelt Sach- und Geldspenden

Über die Jahre hat sich der Frankenkonvoi in einer Vereinsstruktur professionalisiert. Etwa 20 Ehrenamtliche helfen regelmäßig mit, dass die Sach- aber vor allen Dingen auch Geldspenden direkt bei den Notleidenden ankommen. Denn oft sei es sinnvoll, Dinge des täglichen Bedarfs wie zum Beispiel Zahnbürsten, Handtücher oder auch Lebensmittel vor Ort zu kaufen, erklärt Peter Kunz: "Damit wird auch die lokale Wirtschaft unterstützt. Das ist uns wichtig, dass wir auch den Leuten vor Ort helfen." Gerade in Griechenland sei dies von großer Bedeutung, dass man auch vor Ort versuche, die Wirtschaft zu fördern und so die Leute konkret zu unterstützen.

Hilfsprojekte sind auf dem Vereins-Blog nachlesbar

Besonderen Wert legt der Verein auf Transparenz. Deshalb sind alle Frankenkonvoi-Projekte auch auf dem Blog der Facebook-Seite in Bild und Schrift abgebildet. Gepflegt wird dieser Blog von Frankenkonvoi-Gründer Tom Geisbüsch. Außerdem kann man auf der Seite auch erfahren, was gerade so an Hilfsgütern gebraucht wird: "Die Winterzeit ist natürlich ganz besonders dramatisch wegen der Kälte in den nicht beheizten Zelten", erzählt Geisbüsch. Denn gerade Menschen, die in Camps wie Moria oder Diavata in Nordgriechenland leben, benötigen für die kalte Jahreszeit noch einmal ganz andere Hilfsmittel als sonst im Jahr.

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