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Fürther Kirche will auf Missstände in Moria hinweisen | BR24

© Pfarrer Kuno Hauck

Wie in Moria: Das "Flüchtlingscamp in St. Martin" soll auf Missstände auf Lesbos hinweisen

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    Fürther Kirche will auf Missstände in Moria hinweisen

    Die Fürther Kirchengemeinde St. Martin will mit einem eigenen Flüchtlingscamp auf die Missstände im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufmerksam machen. Die Aktion soll Menschen sensibilisieren, aber auch wachrütteln.

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    Von
    • Annika Svitil

    Direkt vor der evangelischen Kirche wurden Zelte aufgebaut, Teddybären liegen auf der Wiese, Kleidung hängt an einer Leine und mehrmals am Tag wird dort ein Feuer angezündet, erklärt Kuno Hauck, Pfarrer der Kirche St. Martin in Fürth. "Das Lager spricht für sich", sagte er dem BR.

    Menschen sollen auf Situation in Moria aufmerksam werden

    Die Zelte unter freiem Himmel bei winterlichen Temperaturen sollen die Situation in Moria zeigen und die vorbeilaufenden Menschen gerade in der Weihnachtszeit sensibilisieren. An jedem Nachmittag im Dezember soll zusätzlich der Film "Short Story of Moria" in der Kirche gezeigt werden. Am 11. Dezember wird es auch einen Gottesdienst am Abend geben, der sich mit dem Flüchtlingslager Moria beschäftigt.

    Kirche St. Martin will wachrütteln

    Die Kirche setze sich schon seit einigen Jahren für die Begleitung und Förderung von Geflüchteten ein. Mit dem "Flüchtlingscamp in St. Martin" vor der Kirche möchte man nicht nur die Menschen sensibilisieren, sondern auch wachrütteln, um die Forderung "Evakuiert Moria" zu unterstützen. Neben dem aufgebauten Camp liegen Flyer aus, in denen man sich über Moria und die Forderungen an die Bayerische Landesregierung informieren kann. Diese bestehen grundsätzlich darin, die Sitation vor Ort zu verbessern und Geflüchtete in Bayern aufzunehmen.

    Brand in Flüchtlingslager Moria im September

    Im September war im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ein Feuer ausgebrochen. Über Nacht wurden dadurch 12.000 Menschen obdachlos. Das neue Ersatz-Flüchtlingslager "Moria 2" sei keine gute Alternative für die Betroffenen, dort gebe es schlechte hygienische und medizinische Versorgung, so Pfarrer Hauck.

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