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Archiv: Ein Junge spielt mit dem Zauberwürfel

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    Fürther Firma punktet in Streit um Zauberwürfel

    Ein Spielzeughersteller aus Fürth kann im Streit um den weltberühmten Zauberwürfel auf einen juristischen Erfolg hoffen. Nach einem jüngsten Gutachten könnte der Markenschutz für das als "Rubik's Cube" bekannte Geduldsspiel bald fallen.

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    Die Zeichen stehen gut für Simba Toys aus Fürth, bald in das Geschäft mit dem Zauberwürfel einsteigen zu können. Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg sprach sich heute in einem Gutachten dafür aus, den 1999 eingetragenen Markenschutz dafür für nichtig zu erklären.

    Form des Würfels nicht als Marke schützbar

    Die einfache Form des Würfels mit seiner Gitterstruktur lässt sich demnach nach europäischem Recht nicht als Marke für "dreidimensionale Geduldsspiele" schützen. Ein solches Vorgehen würde die Entwicklung von anderen Produkten in nicht angemessener Weise erschweren, machte der Gutachter deutlich.

    Erfunden wurde der Zauberwürfel von dem ungarischen Ingenieur Erno Rubik, ab Ende der 1970er feierte er seinen Siegeszug in der Welt. Anfang der 1980er gab es kaum ein Kind, aber auch kaum einen Erwachsenen, der sich nicht zumindest einmal an der Lösung des Geduldsspiels versuchte.

    Seit 2006 geht Simba Toys gegen das britische Unternehmen Seven Towns vor, das die Rechte des geistigen Eigentums an dem dreidimensionalem Spiel verwaltet. Das Urteil in dem EuGH-Verfahren wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Die Einschätzung des Generalanwalts zu dem Fall ist nicht bindend, meistens folgen die EuGH-Richter aber der Stellungnahme.