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Der Fürther Kabarettist Volker Heißmann und sein Nürnberger Kollege Oliver Tissot transportieren zwei Fässer Bier von Fürth nach Nürnberg auf der alten Adler-Strecke. Inspiriert wurden sie von dem ersten Frachttransport des Adlers.

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Fürther Aufstiegs-Bier soll den Nürnbergern Flügel verleihen

Mit zwei Fässern Aufstiegs-Bier wollen die Fürther die Ambitionen der Nürnberger Fußballer beflügeln. Für den Transport sorgten die kabarettistischen Bierkutscher Heißmann und Tissot. Vor allem profitieren aber die BR-Sternstunden von der Aktion.

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Von
  • Michael Reiner

Heute vor 185 Jahren, am 11. Juni 1836, wurde das erste Frachtgut auf einer deutschen Eisenbahnlinie auf die Reise geschickt: zwei Fässer Bier von Nürnberg nach Fürth, mit der legendären Lokomotive "Adler". Zur Erinnerung an diesen Transport haben die beiden Humoristen Volker Heißmann und Oliver Tissot zwei Fässer Bier diesmal in die Gegenrichtung, nämlich von Fürth nach Nürnberg gebracht – als Geste der guten Nachbarschaft.

Mit Pferdegespann und Aufstiegsbier von Fürth ...

Vier Kaltblüter wurden dafür vor den Traditionswagen der Grüner-Bräu gespannt. Vor dem Fürther Rathaus wartete die Kutsche auf die wertvolle Fracht, die Fässer mit dem extra abgefüllten Aufstiegs-Bier. Auf dem Kutschbock saßen die Kabarettisten Oliver Tissot und Volker Heißmann. Sie hatten die Idee zu dem originellen Bier-Transport gehabt.

Oliver Tissot als Adler-Lokführer William Wilson

Sie erinnerten damit an das erste Frachtgut in Deutschland, das heute vor 185 Jahren mit der Eisenbahn befördert wurde. Damals handelte es sich bei dem Transport der beiden Bierfässer von Nürnberg nach Fürth um eine Werbeaktion des damaligen Eisenbahn-Pioniers Johannes Scharrer, sagt Tissot. Er hatte sich für den Transport extra als der erste Lokführer des "Adler", William Wilson, verkleidet. Der stand laut Tissot immer mit Zylinder und grauer Hose auf dem Führerstand.

OB Jung grüßt Nürnberg: "Wir warten auf Euch" – in der ersten Liga

Die Fässer waren übrigens leer. So wie auch die Fässer, die vor 185 Jahren transportiert wurden. Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD), der den Tross auf die Reise schickte, stellte deshalb noch einen Kasten Bier oben drauf. Auf das Fass schrieb er mit Kreide: "Wir warten auf Euch." Damit spielte er auf den Aufstieg der SpVgg Greuther Fürth in die erste Fußball-Bundesliga an. "Wir wollen so lange oben bleiben, bis die Nürnberger auch wieder aufsteigen und es dann endlich wieder ein fränkisches Städte-Derby in der ersten Liga gibt", so Jung.

Umstieg auf U-Bahn und Lastenfahrrad

Bis kurz nach der Nürnberger Stadtgrenze waren die Bierfässer und ihre Begleiter mit vier Pferdestärken unterwegs. Dann stieg der Tross in einen Sonderzug der U-Bahn um. Diese fährt heute dort, wo früher die Schienen der ersten Eisenbahn in Deutschland lagen. Die letzten fünfhundert Meter legten die Fässer dann auf den Gepäckträgern von zwei Lastenfahrrädern zurück, mit denen die Kabarettisten durch die Nürnberger Innenstadt radelten.

Nürnbergs OB nimmt Bier in Empfang

Ziel war der Innenhof des Nürnberger Rathauses. Dort nahm Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) das Geschenk in Empfang und zapfte ein Fass Grüner-Bier an, das schon vorher gekühlt und vor allem nicht geschüttelt nach Nürnberg gebracht worden war.

Versteigerung zugunsten der BR-Sternstunden

Im Anschluss an die Transportaktion werden die beiden 30-Liter-Fässer auf den Social-Media-Kanälen der beiden Kabarettisten versteigert – zusammen mit jeweils einem Auftritt. Der Erlös kommt der BR-Hilfsaktion "Sternstunden" zugute.

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Bildrechte: BR-Studio Franken/Michael Reiner

Oliver Tissot (2.v.li.) und Volker Heißmann (Mi.) mit Fürths OB Thoms Jung und Julia Kempken als Frau des Eisenbahn-Pioniers Johannes Scharrer.

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