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Die Zahl der Ladesäulen in der Stadt Fürth soll auf 60 verdoppelt werden.
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Michael Reiner
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Die Zahl der Ladesäulen in der Stadt Fürth soll auf 60 verdoppelt werden.

Der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) geht mit gutem Beispiel voran. Sein Dienstwagen hat einen Hybridantrieb und fährt kürzere Strecken mit Strom. Jungs Auto ist eines von derzeit lediglich 600 Elektro- und Hybridfahrzeugen, die in Fürth zugelassen sind. Diese Zahl soll steigen. Deshalb plant die Stadt eine Offensive zum Ausbau von Stromtankstellen. Man stelle sich vor, es gebe Verkehr aber ohne Abgase und ohne Lärm, sagte Jung. "Die Lebensqualität würde sprunghaft steigen und die Urbanität und das Lebensgefühl in der Stadt sich schlagartig verbessern.

"Darum versuchen wir hier in Fürth richtig Gas zu geben - und zwar elektrisches Gas.“ Thomas Jung (SPD), Oberbürgermeister von Fürth

Derzeit gibt es 30 Ladepunkt in Fürth - vor allem in der Innenstadt. Der Ausbauplan, der am Mittwoch im Bau- und Werkausschuss vorgestellt wurde, sieht vor, dass künftig auch in Wohngebieten Stromtankstellen gebaut werden. Die Zahl der Ladepunkte soll sich von derzeit 30 auf 60 verdoppeln. Im nächsten Jahr ist der Bau eines neuen Parkhauses geplant. 40 der 300 Parkplätze werden mit Ladestationen für E-Mobile ausgestattet.

OB Jung will Spitzenposition ausbauen

Mit dem ehrgeizigen Plan will die Stadt Fürth seine Position als Spitzenreiter bei den Ladestellen werden. „Was die Dichte, also die Zahl der Ladestationen pro Einwohner angeht, da sind wir in der Metropolregion unter den Großstädten Spitzenreiter. Und das wollen wir nicht nur halten, sondern weiter ausbauen", sagte Jung.

Gute Erfahrungen mit Elektrobus

Zusätzlich zur Ladesäulen-Offensive soll auch der Einsatz von Elektrobussen verstärkt werden. Seit einem Jahr fährt ein Bus mit Stromantrieb durch Fürth – ohne Probleme im ganz normalen Linienverkehr. Die Erfahrungen sind so gut, dass die Stadtwerke Infra ihre Elektroflotte weiter ausbauen werden, sagte Infra-Geschäftsführer Marcus Steurer.

Fördergelder für Ausbau der E-Flotte

Geplant sei, dass heuer ein und im nächsten Jahr zwei weitere Busse angeschafft würden. Mit rund 700.000 Euro kostet ein Elektrobus mehr als doppelt so viel wie ein Fahrzeug mit Dieselantrieb. Deshalb sei der weitere Ausbau einer E-Bus-Flotte in Fürth von Fördergeldern abhängig, sagte Steurer.