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Die Stadt Fürth will zwischen 2035 und 2040 klimaneutral sein, die Stadtverwaltung sogar schon früher. Dafür soll bei der energetischen Sanierung von Häusern, dem Ausbau von Radwegen und der Solarenergie aufs Tempo gedrückt werden.

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Fürth will spätestens 2040 klimaneutral sein

Mehrere Städte in Bayern wollen etwas für den Klimaschutz tun, so auch Fürth. Die Stadt hat sich auf den Weg gemacht, Klimaschutzstadt zu werden. Das Ziel: Spätestens 2040 soll Fürth klimaneutral sein.

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Von
  • Tina Wenzel

Die Stadt Fürth rechnet damit, dass die Stadt zwischen 2035 und 2040 klimaneutral sein wird. Die Stadtverwaltung sogar schon früher. "Das sind realistische Ziele", so Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung.

Emissionen in Fürth

Derzeit erarbeitet die Stadt ein Klimaschutzkonzept. Erste Ergebnisse zeigen, in welchen Bereichen dringend gehandelt werden muss. Die meisten schädlichen Emissionen verursacht demnach die Industrie in Fürth. Ihr Anteil liegt bei mehr als 32 Prozent. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen machen weitere 12 Prozent aus. Sodass der Anteil der Wirtschaft insgesamt bei 44 Prozent liegt. Private Haushalte sind für mehr als 28 Prozent und der Verkehr für knapp 26 Prozent der Emissionen in Fürth verantwortlich. Im Vergleich liege Fürth bei den Emissionen insgesamt unter dem bundesweiten Durchschnitt, so Jung. Doch bis zur Klimaneutralität ist noch ein weiter Weg.

Konkrete Klimaschutzmaßnahmen noch 2021

Fürths Oberbürgermeister will nun aufs Tempo drücken – unter anderem bei der energetischen Sanierung der Häuser, dem Ausbau der Solarenergie sowie der Radwege. Bis Ende 2021 will die Stadt konkrete Maßnahmen erarbeiten. Allein mit den Maßnahmen, die im Rathaus beschlossen werden, könne Fürth aber nicht klimaneutral werden, gibt der Oberbürgermeister zu bedenken. Weitreichende Gesetze erfolgen auf Bundesebene. Dennoch: Die Stadt will mit ihrer Verwaltung, die bereits zwischen 2030 und 2035 klimaneutral sein soll, als Vorbild vorangehen. Im Mai entscheidet der Stadtrat, ober er den Klimazielen zustimmt.

Klimapaket in Erlangen

Auch andere Städte in Bayern wollen ihre Klimabilanz rasch verbessern – allen voran Erlangen. Die Stadt hatte als erste in Bayern den Klimanotstand im Jahr 2019 ausgerufen. Erlangen will noch vor dem Jahr 2030 klimaneutral werden. Die Stadträte haben deswegen im vergangenen November ein Klimapaket geschnürt mit mehr als 50 Maßnahmen. Die Erlanger Stadtwerke werden beispielsweise ab Ende 2022 nur noch Öko-Strom anbieten, die Nahverkehrsbusse werden nach und nach auf emissionsfreien Antrieb umgestellt und Parken in der Stadt wird teurer, um den Autoverkehr zu reduzieren.

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