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Symbolbild: Computervirus
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Symbolbild: Computervirus

Zunächst hieß es, dass die Rettungswagen das Klinikum ab Sonntag wohl wieder anfahren könnten. Auf Nachfrage des BR ist das aber noch nicht final geklärt. Alle Computer und Server würden derzeit von zwei externen Firmen überprüft und gesäubert, sagt der Vorstand des Klinikums, Alfons Groitl. Er spricht von einem "sehr, sehr bösartigen Virus", der trotz hoher Schutzvorkehrungen auf Hunderten Rechnern aufgetaucht sei. Infizierte Geräte seien wiederholt herunter- und wieder hochgefahren.

Die Versorgung der Patienten war nach Angaben der Klinikleitung gewährleistet. Allerdings hatte sich das Klinikum von der Integrierten Leitstelle des Landkreises abgemeldet, damit Rettungswagen nur noch lebensgefährlich erkrankte oder verletzte Menschen dorthin bringen sollten. Andere Patienten wurden in Krankenhäuser nach München, Dachau, Starnberg und Landsberg am Lech gebracht.

Eine Klinik ohne Computer und Internet

Vor gut einer Woche waren die ersten Rechner betroffen, der Virus breitete sich schnell im gesamten Netzwerk des Hauses aus. Seither muss die Klinik ohne seine 450 Computer auskommen und ist auch nicht per E-Mail, sondern nur noch telefonisch erreichbar. Zudem hat die Klinik alle Bankkonten sperren lassen, um zu verhindern, dass der Virus Bankverbindungen an Dritte weiterleiten und damit finanzielle Schäden verursachen könnte.

Zentralstelle Cybercrime ermittelt

Ursache ist wohl ein Mail-Trojaner, der über den Anhang einer E-Mail ins System eingedrungen sein könnte. Inzwischen ermittelt auch die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg.

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BAYERN 1 am Abend vom 17.11.2018 - 20:00 Uhr