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Für mehr Lärmschutz: A 73 in Erlangen soll einen Deckel bekommen | BR24

© Michael Reiner/ BR

OB Florian Janik, Minister Joachim Herrmann, Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens und Baureferent Josef Weber (v.li.) mit dem Ausbauplan.

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    Für mehr Lärmschutz: A 73 in Erlangen soll einen Deckel bekommen

    Die Idee gibt es schon lange. Und die von Lärm geplagten Anwohner setzen ihre ganze Hoffnung darauf. Ein Deckel auf der Autobahn A 73 soll für Ruhe im Erlanger Stadtteil Bruck sorgen. Nun nimmt das Projekt Fahrt auf.

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    Der Frankenschnellweg in Erlangen soll einen Deckel für mehr Lärmschutz bekommen. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag vorgestellt haben.

    Prognose von 100.000 Fahrzeugen pro Tag

    Die Autobahn soll auf einer Länge von mindestens 1,1 Kilometern unter der Erde verschwinden. Die Verkehrsprognosen, die Grundlage für die Studie waren, gehen davon aus, dass künftig rund 100.000 Autos pro Tag auf der Strecke unterwegs sind. Bei einer Fahrzeugdichte in dieser Höhe sei eigentlich ein Ausbau auf sechs Fahrstreifen Standard, sagte Hermann.

    Deshalb sieht die Studie eine Erweiterung der A 73 in diesem Bereich von vier auf sechs Spuren vor. Das bedeute, dass auch der Ausbau des Lärmschutzes gefördert werde, erläuterte Herrmann. Ziel von Herrmann und Janik ist, dass der Ausbau in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen wird. Nur dann gibt es Fördermittel. Der entsprechende Antrag wird derzeit von der Autobahndirektion Nordbayern auf den Weg gebracht.

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    Der Frankenschnellweg zerschneidet den Stadtteil Bruck. Viele Wohnhäuser liegen hier direkt an den Fahrbahn.

    Erlangens Oberbürgermeister Janik erklärte zudem, dass durch den Lärmschutzdeckel auch der Erlanger Stadtteil Bruck aufgewertet werde. Derzeit wird er von der A 73 in zwei Hälften geteilt. Auf dem Lärmschutzdeckel könnte ein Stadtpark entstehen. Außerdem entstehe Platz für rund 1.000 dringend benötigte Wohnungen, weil künftig auch Grundstücke, auf denen es derzeit besonders laut ist, bebaut werden können.

    Kostenschätzung bei mindestens 300 Millionen Euro

    Die Kosten für den Ausbau liegen nach den ersten groben Schätzungen bei mindestens 300 Millionen Euro. Sollte der Ausbau genehmigt werden, nannte Janik als Zeithorizont für die Fertigstellung des Deckels das Jahr 2030.