Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Fünf neue Missbrauchsfälle in der Diözese Würzburg | BR24

© picture-alliance/dpa

Der Kiliansdom in Würzburg

5
Per Mail sharen
Teilen

    Fünf neue Missbrauchsfälle in der Diözese Würzburg

    Seit September 2018 sind der Diözese Würzburg fünf weitere Missbrauchsfälle gemeldet worden. Das teilten nun die Missbrauchsbeauftragten mit. Die Vorwürfe richten sich gegen vier Priester und einen kirchlichen Mitarbeiter.

    5
    Per Mail sharen
    Teilen

    Seit dem 25. September 2018, dem Tag der Veröffentlichung der Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz, sind in der Diözese Würzburg fünf weitere Fälle gemeldet worden - mit drei Beschuldigten, die in der Studie noch nicht erfasst worden waren. Das teilen die Missbrauchsbeauftragten in der Diözese Würzburg, Sandrina Altenhöner und Thomas Förster, in ihrem Jahresbericht mit. Die Vorwürfe wurden der Staatsanwaltschaft mitgeteilt.

    Vorwürfe gegen vier Priester und einen kirchlichen Mitarbeiter

    Gegen drei Priester des Bistums Würzburg wurden Vorwürfe wegen "sexueller Missbrauchshandlungen an minderjährigen Personen" erhoben. Einen weiteren Vorwurf gab es gegen einen Priester des Bistums wegen eines sexuellen Übergriffs gegen eine volljährige Person. Der fünfte Vorwurf betraf einen nichtpriesterlichen Mitarbeiter im Dienst des Bistums Würzburg wegen so genannter Grenzüberschreitungen.

    Wie das Bistum weiter mitteilt, ist einer der Beschuldigten bereits in den 1970er-Jahren verstorben, zwei weitere Beschuldigte sind schon mehrere Jahre im Ruhestand.

    Missbrauchsbeauftragte als Anlaufstelle

    Darüber hinaus wurden die Missbrauchsbeauftragten viermal kontaktiert. Ein Kontakt betraf einen Priester einer anderen Diözese, ein anderer Kontakt ein Mitglied eines Ordens. Zwei Kontakte hatten die Missbrauchsbeauftragten bezüglich eines Priesters im Bistum wegen sexualbezogener Missbrauchshandlungen. Diese Vorwürfe waren bereits bekannt. Außerdem teilte Generalvikar Thomas Keßler mit, dass die externe Aufarbeitung der Akten der früheren Kilianeen in Würzburg, Bad Königshofen und Miltenberg abgeschlossen sei. Die Ergebnisse sollen nach Prüfung durch die Staatsanwaltschaft veröffentlicht werden.

    Entschädigungszahlungen an Opfer geleistet

    Den Missbrauchsbeauftragten zufolge sind seit dem 25. September 2018 vier Anträge auf finanzielle Leistungen in Anerkennung des Leids Betroffener eingegangen. Daraufhin wurden bereits zwei Anerkennungszahlungen in Höhe von 5.000 und 2.000 Euro geleistet. Über die anderen beiden Anträge ist noch nicht abschließend entschieden. Bei einem vor September 2018 gestellten Antrag wurden 5.000 Euro gezahlt.