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Bischof Rudolf Voderholzer überreicht Hostie und Kelch dem neuen Priester Dirk-Henning Egger

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    Fünf junge Männer zum Priester geweiht

    Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und der Passauer Bischof Stefan Oster haben insgesamt fünf junge Männer in den Priesterstand erhoben. Wegen der Corona-Krise fanden die Feierlichkeiten mit Einschränkungen statt.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Norbert Bauer

    Am Samstag haben fünf junge Männer in Regensburg und Passau die Priesterweihe erhalten. Gläubige und Familienangehörige feierten die Priesterweihe mit. Aufgrund der gesetzlichen Abstandsregelungen im Rahmen der Corona-Krise konnte nur eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen in den Kirchen genutzt werden.

    Bischof und Weihekandidaten ließen sich vorher auf Corona testen

    Bischof Rudolf Voderholzer weihte drei Männer im Regensburger Dom mit Handauflegung zu Priestern. Die Priesterweihe war hier auch der Höhepunkt der Wolfgangswoche. Ein Vokalensemble der Regensburger Domspatzen gestalteten die Weihefeier musikalisch, Domorganist Franz Josef Stoiber spielte an der Domorgel. Bischof und Weihekandidaten sowie die unmittelbar an der Weihe Beteiligten unterzogen sich im Vorfeld zwei Corona-Tests, so dass die Gefahr einer Übertragung des Virus im Zusammenhang mit den Weihehandlungen soweit wie irgend möglich minimiert wurde, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Durch Handauflegen Gabe des Heiligen Geistes übertragen

    Die Weihe geschieht durch Handauflegung und Weihegebet durch den Bischof – damit wird die Gabe des Heiligen Geistes an die neuen Priester übertragen. Die Männer werden anschließend mit Stola und Messgewand bekleidet und ihre Hände werden gesalbt. Der Bischof überreicht ihnen Hostienschale und Kelch zur Feier der Eucharistie. Die Weihehandlung endet mit dem Friedensgruß und der Umarmung durch den Bischof. Die erste Eucharistiefeier als geweihte Priester feierten die Männer gleich im Anschluss. Zur Entlassung segneten die Neupriester gemeinsam die Gläubigen. Für die Neupriester ist dies eines der wichtigsten Ereignisse im Leben.

    Drei neue Priester in Regensburg, zwei in Passau

    Die Neupriester in Regensburg sind: Dirk-Henning Egger C.R.V aus Kösching von den Augustiner-Chorherren in Paring, Benjamin Raffler, Pfarrei St. Emmeram in Regensburg und Bruder Abraham M. (Peter) Ring CO., ursprünglich aus Bamberg stammend, heute dem Oratorium des hl. Philipp Neri zugehörig. In Passau hat Bischof Stefan Oster zwei Männer zu Priestern geweiht. Florian Schwarz aus Fürstenzell im Landkreis Passau und Matthias Zellner aus Iggensbach im Landkreis Deggendorf.

    Priesterausbildung in Regensburg: Keine Veranlassung etwas zu ändern

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Überlegungen auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz bezüglich einer Konzentration der Priesterausbildung und der daraus resultierenden Reduzierung der Standorte stellte Bischof Voderholzer in seiner Predigt klar: „Für das Bistum Regensburg gilt: wir haben, zusammen mit dem Bistum Passau und dem Studium Rudolphinum, eine relativ große und lebensfähige Lerngruppe, und so sehe ich – da bin ich mit Bischof Stefan Oster von Passau einig – keine Veranlassung, hinsichtlich der Standortfrage etwas zu ändern. Wie wir in der Priesterausbildung Theorie und Praxis noch besser aufeinander abstimmen können, das beschäftigt die Verantwortlichen freilich schon lange und das wird uns weiter beschäftigen.“

    Kritik an Diskussionen im Umfeld des "Synodalen Weges"

    Was die Attraktivität des Priesterberufs beträfe, so könnten freilich auch Hindernisse aufgebaut werden, warnte Bischof Rudolf. Wenn innerkirchlich selbst die Lebensform von Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam und die sakramentale Struktur ständig in Frage gestellt würden, sei dies kein positives Signal. Vieles, stellt Bischof Voderholzer klar, was im Umfeld des so genannten Synodalen Weges gesprochen werde, sei nicht angetan, geistliche Berufe zu fördern.

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