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BR24live: Fünf Jahre nach OEZ-Attentat – München trauert

Das Denkmal vor dem Olympia-Einkaufszentrum erinnert an einen schwarzen Tag in der Geschichte Münchens: Genau fünf Jahre nach dem rechtsextremistischen Attentat gedenken dort heute Münchnerinnen und Münchner der neun Toten. Jetzt im BR24live.

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Von
  • Birgit Grundner
  • Manuel Rauch

Der 22. Juli 2016 geht als dunkler Tag in die Geschichte Münchens ein: Vor dem Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) erschießt ein 18-Jähriger aus rassistischen Beweggründen neun Menschen. Fünf weitere werden verletzt – und viele traumatisiert. Am Denkmal vor dem OEZ finden heute – genau fünf Jahre nach dem Attentat – zwei Gedenkveranstaltungen statt.

BR24live: OB Reiter und Ministerpräsident Söder erinnern an Opfer

"Für Euch" heißt das Denkmal mit Portraits der neun Menschen, die vor fünf Jahren von dem Attentäter erschossen wurden. Dort werden um 13 Uhr Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Angehörige der Opfer sprechen. Der Bayerische Rundfunk überträgt die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt München ab 12.45 Uhr live im BR Fernsehen und im Internet auf BR24.

Schweigeminute am Abend

Von 17 bis 19 Uhr – also zur Zeit des Attentats – findet eine weitere Gedenkveranstaltung des Bezirksausschusses Moosach und der Initiative "Wir alle sind Moosach" statt. Daran werden auch Alt-Oberbürgermeister Christian Ude und Familien der Opfer teilnehmen. Um 18.04 Uhr wird eine Schweigeminute eingelegt. Der BR überträgt auch diese Veranstaltung als Livestream auf BR24.

Auch über München hinaus wird an den Anschlag erinnert: Die öffentlichen Gebäude in Bayern tragen an diesem Donnerstag Trauerbeflaggung.

Attentat war rechtsextremistisch motiviert

Der 18-jährige Attentäter hatte zuerst in einem Fast-Food-Lokal auf Menschen geschossen, dann hatte er weitere Opfer im Freien und im Olympia-Einkaufszentrum gesucht. Später nahm sich der 18-Jährige das Leben. Fast alle Opfer hatten einen Migrationshintergrund. Lange wurde der Anschlag aber als Amoklauf und Racheakt eines psychisch kranken Mobbing-Opfers bezeichnet.

Dann gab es jedoch immer mehr Hinweise auf einen politischen Hintergrund: das rassistische Gedankengut des Täters, seine Aktivitäten in einschlägigen Chat-Gruppen, der gezielt festgelegte Tatzeitpunkt – genau fünf Jahren nach den Anschlägen des rechtsextremen Massenmörders Brejvik in Norwegen. Es seien immer mehr Mosaiksteine hinzugekommen, die die Tat in ein anderes Licht gerückt hätten, heißt es beim Bayerischen Landeskriminalamt. Inzwischen wurde der Anschlag als rassistisch und politisch motiviert eingestuft und auch die Inschrift am Denkmal vor dem Einkaufszentrum entsprechend geändert.

© dpa-Bildfunk/Tobias Hase
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Tobias Hase

Das Denkmal "Für Euch" erinnert an die neun Opfer des rassistischen Anschlags vom 22. Juli 2016.

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