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Frühlingsgefühle im Winter: Bayern genießen die Sonne | BR24

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Das Wochenende brachte für viele Regionen in Bayern einen ersten Anflug von Frühling, sodass es zahlreiche Menschen nach draußen zog. Ein Massenandrang blieb aber meist aus - auch wenn die Polizei mancherorts ein hohes Verkehrsaufkommen registrierte.

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Frühlingsgefühle im Winter: Bayern genießen die Sonne

Das Wochenende brachte für viele Regionen in Bayern einen ersten Anflug von Frühling, sodass es zahlreiche Menschen nach draußen zog. Ein Massenandrang blieb aber meist aus - auch wenn die Polizei mancherorts ein hohes Verkehrsaufkommen registrierte.

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  • BR24 Redaktion

Die einen sitzen am See in der Sonne, andere paddeln durch die restlichen Eisschollen. Ein Hauch von Frühling erwärmte am Sonntag die Corona-geplagten Seelen der Menschen im Freistaat.

Viel los im Oberland - aber wohl kein Chaos

In den Wandergebieten und Ausflugszielen an den oberbayerischen Alpen herrschte laut Polizei reger Ausflugsverkehr. Der Parkplatz am Eibsee war am späten Mittag voll, auf dem zugefrorenen See tummelten sich zahlreiche Menschen. Ansonsten seien die Wanderparkplätze in der Region gut belegt, wie es hieß.

Die Polizeiinspektionen Bad Tölz, Miesbach, Traunstein und Berchtesgaden meldeten zahlreiche Ausflügler, aber keine besonderen Vorkommnisse. Es herrsche reger Betrieb, wie an einem normalen sonnigen Sonntag im Februar, so eine Sprecherin.

Keine "Ausflügler-Ballung" in Schwaben

Das frühlingshafte Wetter lockte am Sonntag auch in Schwaben und dem Allgäu viele Ausflügler nach draußen. Die Parkplätze rund um Seen, Berge und andere beliebte Ausflugsziele waren gut besucht, auf den Straßen herrschte reger Verkehr. Einem Polizeisprecher zufolge habe es jedoch keine nennenswerten Probleme gegeben, auch sei ihm nicht bekannt, dass sich die Ausflügler an einem Ausflugsziel besonders "geballt" hätten.

Situation in Ostbayern örtlich zeitweise "grenzwertig"

Andrang herrschte dagegen an den beliebten Ausflugszielen im Bayerischen Wald. Laut der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern waren am Nachmittag sämtliche Parkplätze im Gebiet rund um den Großen Arber, den Arbersee und das Langlaufzentrum Bretterschachten belegt. Zu einem Verkehrschaos oder größeren Polizeieinsätzen kam es aber bis zum Nachmittag nicht.

In Passau hatte sich schon am Samstag angedeutet, dass es viele Menschen an die Innpromenade zieht. Die Polizei musste vereinzelt wegen Nichttragens von Mund-Nasen-Schutz einschreiten. Am Sonntagnachmittag wurde es dann doch ziemlich voll – vor allem durch Studenten, die sich dort getroffen haben. Die Polizei sprach von einer "grenzwertigen" Situation. Man werde dort künftig bei schönem Wetter öfter kontrollieren und die Streifentätigkeit anpassen, sagte ein Polizeisprecher dem BR.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz wurden keine Einsätze gemeldet. Es sei zwar registriert worden, dass mehr Leute als sonst unterwegs waren, aber es sei nirgends "signifikant aus dem Ruder gelaufen", wie es von Seiten der Polizei hieß. In Regensburg blieb es am Sonntag fast den ganzen Tag eher neblig trüb.

Am Vortag musste jedoch im oberpfälzischen Donaustauf, die Walhalla, eines der bekanntesten bayerischen Wahrzeichen, wegen eines Besucheransturms bis zum morgigen Montag von der Polizei gesperrt werden. Bis zu 250 Menschen hatten sich ohne Masken und Corona-Abstand in der Sonne getummelt.

© BR/Martin Gruber

Vor allem junge Menschen zog es an die Innpromenade in Passau

Kein Anstieg von Polizeieinsätzen in Mittel- und Oberfranken

Auch im Fränkischen Seenland oder der Hersbrucker Schweiz waren, wie bereits am Samstag, deutlich mehr Spaziergänger und Radfahrer unterwegs als in den vergangenen Wochen. Offenbar hielten sich die meisten Ausflügler im Freien jedoch an die geltenden Corona-Bestimmungen. Zwar musste die mittelfränkische Polizei auch am Sonntag wieder zu zahlreichen Corona-bedingten Einsätzen ausrücken - das sei aber "ganz normales Tagesgeschäft", sagte ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage. Das gute Wetter habe zu keinem Anstieg der Einsätze geführt.

Ähnlich äußerte sich die Polizei in Oberfranken - über das normale streifendienstliche Geschehen hinaus, habe man keine besonderen Einsätze verzeichnet, hieß es auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks.

Unterfranken: Weniger Andrang als an verschneiten Tagen

In Unterfranken stellten die Beamten dagegen eine leichte Entspannung im Vergleich zu den "tollen Tagen" des Winterspaßes fest. Dennoch war auch hier am Sonntag laut Polizei viel los. Es musste aber nicht eingeschritten oder Ausflugsziele geschlossen werden, weil sie zu überlaufen gewesen seien. "Die Leute haben das schöne Wetter natürlich ausgenutzt. Aber es war alles im Rahmen", so ein Sprecher. Da es überall schön gewesen sei, hätten sich die Ausflügler vermutlich gut verteilt.

Weiterhin gutes Wetter in den kommenden Tagen

Das schöne Wetter soll noch bis weit in die kommende Woche anhalten. Hoch "Ilonka" macht auch in den nächsten Tagen frühlingshafte Temperaturen möglich. Nur in der Nacht bleibe es vorerst frostig, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte.

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