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Frühe Corona-Impfung: Bischof Meier bedauert Missverständnisse | BR24

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Der 60-jährige Augsburger Bischof Bertram Meier ist vor einigen Tagen gegen Corona geimpft worden, früher als viele andere Menschen in seinem Alter. Dafür ist er kritisiert worden. Die Kritik weist er zurück. Er spricht von Missverständnissen.

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Frühe Corona-Impfung: Bischof Meier bedauert Missverständnisse

Der 60-jährige Augsburger Bischof Bertram Meier ist kürzlich zum zweiten Mal gegen Corona geimpft worden, früher als viele andere Menschen in seinem Alter. Dafür ist er kritisiert worden. Die Kritik weist er zurück. Er spricht von Missverständnissen.

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Von
  • Christine Kellermann
  • Roswitha Polaschek

Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat mit Verwunderung auf die Vorwürfe der „Impfdrängelei“ reagiert. Gleichzeitig bedauerte der Bischof in einer Stellungnahme die Missverständnisse, die seine Corona-Impfung ausgelöst hätten. „Ich habe mich nach der Impfung nicht gedrängelt“, betonte er. "Die kranken und alten Menschen in den Heimen brauchen Zuwendung und menschliche Nähe. Wer besucht sie denn noch? Sie brauchen aber auch die größtmögliche Sicherheit, dass ihnen niemand die Viren ins Zimmer bringt", so der Bischof.

Corona-Impfung des Bischofs von Impfverordnung abgesegnet

Der Bischof hat vor vier Tagen in einem Augsburger Caritas-Seniorenzentrum die zweite Impfung gegen das Corona-Virus erhalten, weil laut Bistum kurzfristig überzähliger Impfstoff vorhanden gewesen sei. Außerdem wies das Bistum daraufhin, dass Bischof Bertram Meier laut der bayerischen Impfverordnung vom 14. Januar unter die Kategorie derer falle, die regelmäßig in Pflegeeinrichtungen arbeiteten. Dieser Passus gelte zum Beispiel für Reinigungskräfte, genauso aber für Seelsorger, die regelmäßig vor Ort seien.

Grünen-Fraktionschef kritisiert den Bischof - der reagiert gelassen

Der Fraktionschef der Grünen im Landtag, Ludwig Hartmann, hatte Bischof Bertram Meier vorgeworfen, sich „unstatthafte Vorteile verschafft zu haben. Den Vorschlag des Grünen-Politikers, der Bischof möge „seinen Schutzstatus jetzt auch nutzen und ein paar Tage im Pflegeheim helfen“, sieht Bischof Bertram als bereits erfüllt an: „Generalvikar Harald Heinrich und ich sind regelmäßig bei den alten und kranken Menschen in den Heimen, nicht zuletzt bei betagten Ordensschwestern“, heißt es in der Pressemitteilung des Bistums.

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