BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR-Mainfranken/Sascha Hack
Bildrechte: BR-Mainfranken/Sascha Hack

Erfrorener Trieb eines Gewürztraminers

Per Mail sharen

    Frostschäden machen Bauern in Unterfranken zu schaffen

    Der Frost hat in Unterfranken große Schäden beim Obst angerichtet. Laut dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen sind besonders Apfel-, Kirsch- und Zwetschgenplantagen betroffen. Besonders kalt war die Nacht auf den 20. April.

    Per Mail sharen

    In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag letzter Woche wurden in Unterfranken örtlich bis zu minus 7 Grad gemessen. An anderen Stellen wurden nur bis zu minus 2 Grad gemessen. Dort, wo es besonders kalt war, sind bis zu 100 Prozent aller Blüten erfroren. Andernorts gibt es noch Hoffnung für die Obsternte.

    "Es sind dieses Jahr alle Obstarten betroffen, selbst Quitten. Man kann sagen, das es dieses Jahr eine wirkliche Katastrophe im Obstbau ist." Thomas Riehl, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen

    Weniger Schäden bei Wein

    Beim Wein sieht es etwas besser aus. Laut Hermann Schmitt, dem Geschäftsführer des Fränkischen Weinbauverbandes gebe es noch Hoffnung, dass die Schäden nicht so gravierend sind. In Sommerhausen etwa wurden in den Frostnächten Teile der Weinberge beregnet. Andere Bereiche wurden mit Warmluft "bewindet" wie die Winzer sagen. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass die "Bewindung" am besten funktioniert hat. Bei dieser Methode wurden nur ganz wenige Pflanzen geschädigt. Bei der Beregnung sieht es nicht ganz so gut aus.

    Große Schäden in ungeschützten Lagen

    An den überwiegenden Teilen der Weinberge, die nicht vor Frost geschützt waren, sind bis zu 70 Prozent aller Pflanzen geschädigt. Das bedeutet aber noch nicht, dass die Ernte im gleichen Maße betroffen ist. Eine Bilanz der Frostschäden könne aktuell noch nicht gezogen werden, sagt Hermann Schmitt. Erst nach den Eisheiligen im Mai steht das gesamte Ausmaß fest.