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Eine Kuh mit Glocke um den Hals grast auf den Wiese (Symbolfoto)
© pa/dpa/Alexandra Schuler

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David Herting
Günther Rehm
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Eine Kuh mit Glocke um den Hals grast auf den Wiese (Symbolfoto)

Es waren lautstarke Streitgespräche in der Verhandlung am Freitag am Landgericht München II zwischen den Anwälten der klagenden Anwohnerin der Kuhweide und den Vertretern der zwei Beklagten: Bäuerin Regina Killer und die Marktgemeinde Holzkirchen, die die Weide im Ortsteil Erlkam an die Bäuerin verpachtet hat. Kompromisse konnten nicht gefunden werden.

GPS-Geräte statt Kuhglocken?

Die Bäuerin lehnte den Vorschlag der Kläger ab, die Kuhglocken auf eigene Kosten durch GPS-Geräte zu ersetzen. Die Bäuerin sagte, damit gebe es in der Region keine Erfahrungen. Die beklagte Kuhbesitzerin schlug im Gegenzug vor, nur noch eine Kuh mit Glocke weiden zu lassen.

Doch der Anwalt der Klägerin wollte das erst testen lassen, um festzustellen, ob seine Mandantin und ihr Ehemann dann besser schlafen könnten. Allerdings sind die Kühe für einen Test derzeit nicht zu haben, weil sie bis zum Frühling im Stall bleiben.

Urteil am 24. Januar

Alle Appelle der Richterin, mehr aufeinander zuzugehen und nach vorne statt immer nur zurückzuschauen, fruchteten bei den Konfliktparteien nicht. Deswegen warten die Hausbesitzer und die Bäuerin jetzt auf den Richterspruch am 24. Januar.

Auch Ehemann klagt gegen die Kuhglocken

Der Ehemann war mit seiner Klage in erster Instanz im Dezember 2017 gescheitert. Grund war vor allem ein 2015 geschlossener Vergleich zwischen ihm und der Landwirtin. Demnach sollen Kühe mit Glocken nur im mindestens 20 Meter entfernten Teil der Weide grasen. Der Mann wartet auf die zweite Instanz vor dem Oberlandesgericht München.