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Frist läuft ab: Daniel Küblböck könnte für tot erklärt werden | BR24

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Die Frist, innerhalb der sich der Vermisste nach dem Verschollenheitsgesetz melden kann, läuft laut einer Gerichtssprecherin um Mitternacht ab. Dann könnte der heute 35-Jährige für tot erklärt werden.

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Frist läuft ab: Daniel Küblböck könnte für tot erklärt werden

Sollte sich Sänger Daniel Küblböck bis Mitternacht nicht melden, könnte er für tot erklärt werden - die Frist nach dem Verschollenheitsgesetz läuft ab. Der niederbayerische Entertainer gilt seit einer Kreuzfahrt im Herbst 2018 als vermisst.

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Vor gut zwei Jahren ist Sänger Daniel Küblböck aus Hutthurm im Kreis Passau bei einer Kreuzfahrt verschollen. Die Frist, innerhalb der sich der Vermisste nach dem Verschollenheitsgesetz melden kann, läuft laut einer Gerichtssprecherin um Mitternacht ab. Dann könnte der heute 35-Jährige für tot erklärt werden.

Küblböck wird nicht automatisch für tot erklärt

Mitte August war ein entsprechender Antrag beim Amtsgericht Passau gestellt worden. Auch jeder, der Hinweise auf den Aufenthaltsort Küblböcks geben kann, war aufgefordert, dies zu tun. Sollte die Frist nun ablaufen, bedeutet das aber nicht automatisch, das der Sänger für tot erklärt wird, so die Gerichtssprecherin. Der Vorgang werde zunächst noch vom Gericht geprüft. Wie lange das dauere, sei unklar, sagte sie weiter.

Antrag auf Todeserklärung

Günther Küblböck, Daniels Vater, hatte aus den Medien vom Antrag auf die Todeserklärung erfahren. Auf der Homepage des Sängers behauptet er, eine Person, die nicht zu Daniels Familie und nicht zu seinen engen Vertrauten gehörte, habe den Antrag gestellt. "Für uns ist dies nicht nachvollziehbar, dass Gesetze dies überhaupt zulassen und noch weniger, was sich diese Person damit anmaßt. Wir vermissen Daniel jeden Tag und der Gedanke, dass er womöglich frühzeitig für tot erklärt wird, tut weh", so Günther Küblböck.

Suche nach Küblböck im Meer eingestellt

Daniel Küblböck war Anfang September 2018 vor der Küste Kanadas verschwunden. Die Ermittler gingen von Suizid aus. Ein Überwachungsvideo des Kreuzfahrtschiffes zeigte, dass zur fraglichen Zeit eine Person von Bord sprang. Einen Tag nach Küblböcks Verschwinden hatte die kanadische Küstenwache die Suche nach ihm - wegen der kurzen Überlebenschance im kalten Wasser - eingestellt.

Image-Wandel und Adoption

Bekannt wurde der Niederbayer 2003, als er in der ersten Staffel der RTL-Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" mit Juror Dieter Bohlen den dritten Platz belegt hatte. In den darauffolgenden Jahren gab er Konzerte und nahm an zahlreichen Reality-TV-Formaten teil. Immer wieder klagte er über Mobbing. Später versuchte er - auch mithilfe eines Imagewandels - als ernsthafter Musiker wahrgenommen zu werden und machte eine Schauspielausbildung. 2011 wurde er im Rahmen einer Erwachsenenadoption von einer Immobilien-Millionärin adoptiert. Fortan trat er auch unter dem Namen Daniel Kaiser auf.

Sollten Sie selbst Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Beratung erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

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