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Mit 20.000 Exponaten hat sich das Friseurmuseum in Neu-Ulm den Titel als offiziell größtes Friseurmuseum der Welt gesichert. Das Museum ist eine Entdeckungsreise in die Welt des Friseurhandwerks und zeigt kuriose historische Gerätschaften.

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20.000 Exponate: Friseurmuseum Neu-Ulm schafft den Weltrekord

Mit 20.000 Exponaten hat sich das Friseurmuseum in Neu-Ulm den Titel als offiziell größtes Friseurmuseum der Welt gesichert. Das Museum ist eine Entdeckungsreise in die Welt des Friseurhandwerks und zeigt kuriose historische Gerätschaften.

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Von
  • Peter Allgaier
  • Veronika Scheidl
  • Anna Klein

Ein 100 Jahre alter Fön, Barttassen aus wilhelminischen Zeiten und ein denkmalgeschützter Salon, in dem sich schon Heinz Rühmann die Haare machen ließ: Das Friseurmuseum in Neu-Ulm vereint in seiner Sammlung ganz anschaulich die Geschichte eines jahrhundertealten Handwerks. Mit den insgesamt 20.000 Exponaten, die zur Sammlung gehören, ist es nun offiziell das größte Friseurmuseum der Welt.

Rekordversuch geglückt

Im Herbst hatte der Museumsdirektor, Harald Gloning, mit seinem Team die Anfrage beim Guinness-Buch der Rekorde in London gestellt. Dort wird nicht nur das bekannte Buch herausgegeben, sondern auch die Sammlung der Weltrekorde verwaltet. Im Vorfeld hatte das Team des Friseurmuseums viel vorbereitet: Um ihren "Rekordversuch" belegen zu können, mussten die Exponate aufgelistet und fotografisch dokumentiert werden.

Pandemie war hilfreich für die Bewerbungsphase

"Weil das Museum wegen Corona länger geschlossen war, hatten wir mehr Zeit für die Bewerbung", berichtet Theresa Droste vom Friseurmuseum. Die mündliche Zusage, dass es mit dem Weltrekord geklappt hat, ist schon in Neu-Ulm angekommen. Um den Titel offiziell führen zu dürfen, muss jetzt noch das Zertifikat aus London im Friseurmuseum ankommen.

Friseurmuseum entstand aus der Privatsammlung von Heinz Zopf

Das Friseurmuseum entstand ursprünglich aus der Sammlung von Heinz Zopf, Friseurausbilder und Hobby-Historiker. Im Jahr 2013 zog er mit seiner Privatsammlung in die Räume der deutschen Friseurakademie in Neu-Ulm. Nach seinem Tod im vergangenen Herbst übernahm Harald Gloning, Geschäftsführer der Akademie, die Leitung des Museums. Mit viel Leidenschaft fürs Friseurhandwerk baute er die liebevoll gepflegte Sammlung aus.

Sammlung wächst auf 20.000 Exponate

Heute befindet sich im Friseurmuseum allerhand Skurriles und Unerwartetes, was die Geschichte des Friseurhandwerks lebendig macht: So erfahren Besucherinnen und Besucher beispielsweise, dass der aktuelle Produkttrend der Haarseifen nicht erst im Zuge des Klimawandels entstand. Bereits vor 4.500 Jahren hinterließen die Sumerer im heutigen Irak das erste Rezept einer frühen Form der Seife auf einer Tontafel. Im Friseurmuseum sind gleich mehrere Haarseifen aus unterschiedlichen Zeiten zu finden.

Steht die Barttasse vor einem Revival?

Eine weitere historische Erfindung könnte in Zukunft dem Träger des sogenannten Hipster-Bartes das Leben erleichtern: Die Barttasse ermöglichte es bereits Kaiser Wilhelm II., ein Heißgetränk zu sich zu nehmen, ohne dass dieses den kaiserlichen Schnauzer zu sehr verformte. Um den Bart vor Kaffee und Konsorten zu schützen, hat die Barttasse nämlich oben einen Steg. Die Sammlung des Friseurmuseums zählt gleich mehrere historische Exemplare davon.

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Das Neu-Ulmer Friseurmuseum ist jetzt im Guinness Buch der Rekorde. Es ist damit das größte Friseurmuseum der Welt.

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Bildrechte: Deutsche Friseurakademie/Chris Lutter

Das Friseurmuseum in Neu-Ulm präsentiert mit 20.000 Exponaten anschaulich die Geschichte des Handwerks - zum Beispiel anhand einer Barttasse.

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