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Bildrechte: BR / Rupert Waldmüller

Vor dem Landratsamt in Marktoberdorf haben Friseure gegen die Schließung ihrer Geschäft wegen Corona protestiert

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    Friseure demonstrieren gegen Schließung wegen Corona

    Durch die Schließung ihrer Geschäfte im Dezember sind Friseure besonders von den Maßnahmen gegen Corona betroffen. In Marktoberdorf und in Regensburg gab es am Abend deshalb Demonstrationen. Im Februar, so die Forderung, soll wieder geöffnet werden.

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    Von
    • Rupert Waldmüller
    • Michael Buchner
    • Doris Bimmer
    • Kilian Geiser

    Auf ihren Rollhockern haben Friseurinnen und Friseure in Marktoberdorf gegen die Schließung ihrer Betriebe im Zuge der Maßnahmen gegen Corona demonstriert. Etwa 120 Teilnehmer kamen nach Polizeiangaben vor dem Landratsamt zusammen. "Wir machen schön, nicht krank", war auf einem Transparent zu lesen. Sandra Gareiß, Obermeisterin der Friseurinnung Ostallgäu/Kaufbeuren, hielt eine kurze Ansprache, bevor die Friseure etwa eine Stunde lang still protestierten, um ihre Sprachlosigkeit über die geschlossenen Läden zum Ausdruck zu bringen.

    Friseur-Proteste auch in Sonthofen und Memmingen

    Protestaktionen gab es am Abend auch in Sonthofen und Memmingen. Auch vor dem Landratsamt in Regensburg haben Friseure ihrem Unmut Luft gemacht. Wie ein Sprecher der Polizei dem BR sagte, haben dort rund 150 Menschen an einer 45 Minuten langen Demonstration teilgenommen. Redebeiträge kamen von der Regensburger Landrätin Tanja Schweiger (Freie Wähler) und vom Bundestagsabgeordneten Peter Aumer (CSU). Deshalb sei das Interesse an der Demo auch groß gewesen, so der Sprecher. Die Protestaktion sei geordnet und störungsfrei verlaufen. Die Vorschriften zum Infektionsschutz wurden eingehalten.

    Unverständnis für Schließung trotz der Hygienekonzepte

    Sandra Gareiß, die Initiatorin der Demonstrationen, erklärte im Gespräch mit dem BR, es sei an der Zeit, der Politik durch den öffentlichen Protest die Sorgen und Nöte der Branche vor Augen zu führen. Die Betriebe hätten im vergangenen Jahr viel investiert, strenge Hygieneregeln sowie zahlreiche Einschränkungen für die Kundschaft umgesetzt, dennoch dürften sie nicht öffnen, beklagt die Obermeisterin der Friseurinnung Ostallgäu/Kaufbeuren.

    Friseure fordern Öffnung im Februar

    Immer wieder kämen Kunden auf sie zu und böten ihr Geld, damit sie ihnen trotz Verbots die Haare schneide, berichtet Gareiß. Gleichzeitig plagten viele Betriebe massive wirtschaftliche Sorgen- Sie selbst lebe vom Ersparten, habe aber bereits die erste Kündigung in ihrem Salon in Unterthingau aussprechen müssen. Am 1. Februar, forderte Gareiß zusammen mit den übrigen Demonstranten, sollten Friseure wieder öffnen dürfen.

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