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Friedrichsforum Bayreuth: Zweifel an der Wirtschaftlichkeit | BR24

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Aus der sanierungsbedürftigen Bayreuther Stadthalle wird derzeit die Multifunktionsspielstätte Friedrichsforum.

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Friedrichsforum Bayreuth: Zweifel an der Wirtschaftlichkeit

Das Friedrichsforum, die frühere Bayreuther Stadthalle, soll eine moderne Multifunktionsspielstätte werden. Das aber kostet viel Geld. Im Stadtrat gibt es daher Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Projektes.

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Von
  • Ulla Küffner

Nachdem die Grünen im Bayreuther Stadtrat Informationen über die Multifunktionalität der ehemaligen Stadthalle gefordert hatten, ist nun ein Bericht Bericht der Verwaltung dazu dem Bauausschuss vorgestellt worden.

Friedrichsforum: Kosten auf 85 Millionen gestiegen

Das Friedrichsforum sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. Es handelt sich um über die größte und derzeit teuerste Baumaßnahme der Region. Die einst auf 55 Millionen Euro geschätzten Kosten für die Um- und Neubaumaßnahmen sind mittlerweile auf mehr als 85 Millionen Euro gestiegen. Ein Grund dafür ist auch die geplante Ausstattung.

Aus Stadthalle soll multifunktionale Spielstätte werden

Das Friedrichsforum soll eine multifunktionale, moderne Veranstaltungsstätte werden, die unter anderem für Konzerte, Theateraufführungen, Bälle, Faschings- und städtische Veranstaltungen und auch Kongresse genutzt werden kann. Hierfür werden unter anderem in den Innenraum des sogenannten Großen Hauses zwei Podien gebaut, die höhenverstellbar und verschiebbar sind.

Zweifel an der Wirtschaftlichkeit im Stadtrat

Doch ob die Wirtschaftlichkeit des Friedrichsforum gewährleistet ist, stellen einige Stadtratsmitglieder angesichts der hohen Kosten in Frage. Die Stadt Bayreuth muss voraussichtlich mehr als die Hälfte der Kosten selbst tragen. Immerhin: Den Bericht der Verwaltung haben die Mitglieder des Bayreuther Bauausschusses am Dienstag einstimmig zur Kenntnis genommen und den aktuellen Bau- und Planungsstand damit zumindest akzeptiert.

Bayreuth setzt Markgraf Friedrich III. ein Denkmal

Vergangenen September feierte Bayreuths Großbaustelle Richtfest. Wann das fertige Friedrichsforum erstmals genutzt werden kann, ist noch nicht absehbar - voraussichtlich nicht vor 2023. Erst dann werden die Bayreuther auch genau wissen, wie teuer sie das Friedrichsforum kommt. Der Name soll eine Anspielung auf den früheren Bayreuther Markgrafen Friedrich III. sein. Die Halle wurde um 1750 als markgräfliche Reithalle konzipiert, später von den Nationalsozialisten als Versammlungs- und Aufmarschstätte missbraucht und daher schließlich von den Alliierten bis auf die Grundmauern zerbombt. Viele Auf- und Umbauarbeiten waren die Folge.

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