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"Friedenslicht aus Bethlehem" unterwegs in Bayern | BR24

© BR/Barbara Schneider

Das "Friedenslicht aus Bethlehem" ist eine Gemeinschaftsaktion der Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände. Sie übergaben es heute an die Staatskanzlei. Das diesjährigen Motto lautet "Mut zum Frieden".

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"Friedenslicht aus Bethlehem" unterwegs in Bayern

Das Friedenslicht aus Bethlehem kam am Sonntag mit dem Zug aus Wien am Münchner Hauptbahnhof an. Von hier aus wird es von Pfadfinderinnen- und Pfadfindern in ganz Deutschland verteilt.

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Das "Friedenslicht aus Bethlehem" ist wieder in Bayern unterwegs. Sonntagfrüh haben Pfadfinder das Licht, das in der Geburtsgrotte Jesu im Heiligen Land entzündet wurde, mit dem Zug von Wien nach München gebracht. Gut verpackt kam es um 6.10 Uhr mit dem Nachtzug an. Von hier aus wird es nach ganz Deutschland weitergetragen.

An Weihnachten feiern Christen die Geburt Jesu Christi, die als "Kommen des Lichts in die Welt" gedeutet wird. Das Licht aus der Geburtsgrotte soll ein Symbol für die christliche Friedensbotschaft sein, wie sie in der Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium steht - "Friede auf Erden". "Okay, es ist nur eine Kerze", erklärt die Pfadfinderin Anna-Lena Jaumann, warum sie an der Aktion teilnimmt, "es geht um das Symbol, das dahinter steht, dass wir gemeinsam Frieden haben wollen - nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt."

Jugendliche tragen das Licht von Bayern aus in alle Winkel Deutschlands

Bei einem ökumenischen Jugendgottesdienst am Sonntag in der Münchner Liebfrauenkirche sandten Kardinal Reinhard Marx und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sowie der griechisch-orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis die christlichen Pfadfinder aus, das Friedenslicht in zahlreiche Pfarreien im Freistaat zu tragen. Die Lichtträger verstehen sich als Friedensbotschafter, sagt Pfadfinderin Anna-Lena Jaumann: "Wir wollen damit den Politikern zeigen: Wir sind für Frieden und wir wollen, dass auch ihr euch dafür einsetzt."

Vor Ort können dann Gläubige ihrerseits Kerzen am Friedenslicht entzünden. Pfadfinder bringen das Friedenslicht außerdem in Krankenhäuser, in Kindergärten und Schulen, Einkaufszentren, Rathäuser, Polizeistationen und Justizvollzugsanstalten. Auch in Asylbewerberunterkünften und Altersheimen, bei Obdachlosen sowie in Moscheen und Synagogen brennt das Friedenslicht. Am Montag übergeben es Vertreter des Rings der Deutsche Pfadfinderinnen- und Pfadfinder in Berlin an Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD).

Das Friedenslicht wird im Spezialbehälter transportiert

Die Initiative "Friedenslicht aus Bethlehem" wurde vor 25 Jahren von christlichen Pfadfindern ins Leben gerufen. Ursprünglich handelte es sich um eine Aktion des ORF im Rahmen einer Spendengala. Seither wird das Licht alljährlich in der Vorweihnachtszeit von einem österreichischen Kind an der ewigen Flamme in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und in einem Spezialbehälter per Flugzeug nach Österreich gebracht.

Von dort bringen es Pfadfinder traditionell im Zug nach München. Von der bayerischen Landeshauptstadt aus verbreitet sich das Friedenslicht dann in ganz Deutschland. Anfangs reiste das Licht dabei noch in einer Petroleumlampe im Innern eines Blecheimers, der mit Luftlöchern versehen war. Heute brennt die Flamme im Innern einer geschlossenen Laterne, die zusätzlich in einem Eimer steht. Ausgegangen sei die Flamme in all den Jahren noch nie, versichern die Verantwortlichen.