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FridaysForFuture: Tausende Schüler demonstrieren in Ostbayern | BR24

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© BR/Martin Gruber

Schüler-Demo für Klimaschutz in Passau

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FridaysForFuture: Tausende Schüler demonstrieren in Ostbayern

Unter dem Motto FridaysForFuture haben tausende Schüler und Studenten in Amberg, Cham, Regensburg, Passau und Landau an der Isar für den Klimaschutz demonstriert. Die Resonanz war überraschend, heißt es aus fast allen Städten.

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Tausende Schüler und Studenten sind am Freitag für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. Viele hatten Plakate und Transparente dabei. Zu lesen waren Parolen wie "Rettet die Erde - Wir haben nur eine", "Es ist Zeit, was zu ändern" oder "Ihr geht mit der Welt um, als hättet Ihr eine zweite".

Überraschend viele Schüler auf den Straßen

In Regensburg waren es an die 1.000 Demonstranten. Sie machten sich auf dem Neupfarrplatz lauthals für die Energiewende, den Kohleausstieg, den Artenschutz und gegen Plastikmüll stark. Auf der Kundgebung waren Plakate mit Slogans wie "Wäre das Klima eine Bank, hättet ihr sie schon längst gerettet" zu sehen. Viele Schüler betonten, dass der Mensch zu wenig Rücksicht auf seine Umwelt nimmt und kritisierten eine Untätigkeit der Politik. Wie die Polizei Regensburg meldet, mussten während der Demo zwei Personen medizinisch betreut werden. Aus polizeilicher Sicht war die Versammlung aber friedlich, es kam zu keinen Ordnungsstörungen,heißt es.

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© Bayern 1

Mehrere hundert Schüler haben sich an diesem Freitag auch in Regensburg an einer FridayForFuture-Demo beteiligt. Sie riefen zum Klimaschutz auf.

In Passau sind etwa 1.500 Schülerinnen und Schüler am Mittag für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Die Resonanz hat selbst die Organisatoren überrascht. Man habe höchstens mit 200 bis 300 gerechnet, hieß es. Am Rathausplatz ergriffen Schülerinnen das Wort: "Wir lassen es uns nicht nehmen, für unsere Zukunft einzustehen und dafür zu kämpfen. Ihr könnt uns nicht bremsen!", so Sina Naab in ihrer Rede. Julia Knott forderte Änderungen in der Klimapolitik. Es könne nicht sein, dass sie (die Politiker) die Lösung von so vielen Problemen direkt vor der Nase hätten und sie dennoch nicht nutzten. Den Demonstrationszug kommentierten Passauer Passanten vereinzelt mit Applaus. Die meisten äußerten Verständnis für die Anliegen der protestierenden Schüler.

FridaysForFuture stellt Schulleitungen vor Probleme

In Landau an der Isar spricht die Polizei von etwa 200 Demonstranten. Cornelia Feldkamp, die Schulleiterin am Gymnasium sagte dem BR: "Die meisten Schüler waren von uns. Das ist schwierig während der Unterrichtszeit. Wir müssen uns überlegen, wie wir damit umgehen." Trotzdem werde es in Landau keine Strafen geben, es war das erste Mal, dass demonstriert wurde. Es betraf drei Unterrichtsstunden, so die Schulleiterin.

Lob für das Engagement der Jugend

Die Demo FridaysForFuture war immer wieder in der Kritik gestanden, weil die Schüler während der Schulzeit demonstrieren. Damit wollen sie mehr Aufmerksamkeit für ihre Anliegen bekommen. In Landau hat der Bundestagsabgeordnete Florian Pronold (SPD) die Demo besucht. Er bedankte sich bei den Schülern und sagte, es sei unheimlich wichtig, dass aus der Jugend heraus in die Politik das Signal kommt: Wir wollen Klimaschutz.

"Ich bin begeistert, wir haben das während meiner Schulzeit nicht geschafft, auf die Straße zu gehen. Ich finde das toll. Beim Thema Klimaschutz ist es wichtig, dass es zivilen Ungehorsam geben darf." Bundestagsabgeordneter Florian Pronold (SPD) auf der Schüler-Demo in Landau

Auch in den Städten Amberg und Cham protestierten heute junge Menschen für den Klimaschutz.

Freitag ist Klimaschutztag

Schon seit mehreren Wochen steht der Freitag bei vielen bayerischen Schülern im Zeichen des Klimaschutzes. Unter dem Hashtag #FridaysForFuture verabreden sie sich über Whatsapp-Gruppen zu Demos. Sie schwänzen den Unterricht und gehen stattdessen auf die Straße, um für eine saubere und lebenswerte Zukunft zu protestieren. Dem Aufruf folgen immer mehr junge Menschen.

Greta Thunberg und FridaysForFuture

Die internationale Protestbewegung FridaysForFuture kommt aus Schweden und verbreitet sich seit mehreren Wochen auch in Deutschland. Die Ikone der Bewegung ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg. Sie schwänzt seit vergangenem August jeden Freitag und sitzt als Zeichen des Protests vor dem Reichstag in Stockholm.