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#fridaysforfuture: 3.500 Schüler demonstrierten in München | BR24

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In der Debatte um Klimademonstrationen während der Unterrichtszeit hat das bayerische Kultusministerium einige Schüler zum Gespräch geladen. Allein in München demonstrierten heute wieder 3.500 Schüler für mehr Klimaschutz.

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#fridaysforfuture: 3.500 Schüler demonstrierten in München

Rund 3.500 Schüler haben heute allein in München für eine bessere Klimapolitik protestiert - und damit offiziell die Schule geschwänzt. Auch in anderen Städten in ganz Deutschland kam es zu ähnlichen Aktionen.

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Angemeldet war die Demo "Fridays for Future" beim Münchner Kreisverwaltungsreferat für 750 Teilnehmer. Es kamen aber deutlich mehr als vergangenen Freitag, als rund 700 Schüler in München für Klimaschutz demonstrierten. Aus dem schwäbischen Memmingen, dem unterfränkischen Würzburg und Mühldorf in Oberbayern hatten sich Jugendliche auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf bis zu 3.500 Schüler.

Verständnis vom Lehrerverband - Unverständnis in der Bevölkerung

Der Deutsche Lehrerverband zeigte Verständnis für die Demonstrationen während der Unterrichtszeit. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger lobte im BR das politische Engagement von Schülern und sagte, dass er persönlich nicht mit Ordnungsstrafen reagieren werde. Er finde es "gut, dass Schüler sich politisch engagieren. Wir haben ja einen Auftrag als Schule, Jugendliche und Kinder zu mündigen Bürgern zu erziehen, und es ist wichtig, dass sich Jugendliche in diesem Staat einbringen, dass sie sich demokratisch engagieren." Allerdings wünsche er sich, dass außerhalb der Unterrichtszeit demonstriert werde. Andere Schulen haben dagegen Sanktionen fürs Schwänzen angekündigt.

Die Mehrheit der Bayern lehnt die Schülerstreiks für mehr Klimaschutz dagegen ab: Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage für BR24 haben 53 Prozent der Menschen im Freistaat kein Verständnis dafür, wenn Schüler für eine Demo den Unterricht ausfallen lassen.

#fridaysforfuture: Absage an Piazolo

Ein Treffen mit dem bayerischen Kultusminister Michael Piazolo hat die Bewegung #fridaysforfuture München abgelehnt. Man habe noch keine demokratisch legitimierten Vertreter bestimmen können, die als Repräsentanten von #fridaysforfuture sprechen und verhandeln könnten, teilte die Bewegung mit. Die Einladung des Kultusministeriums sei an eine "zufällige Auswahl" von Schülern gerichtet gewesen und damit nicht repräsentativ. Außerdem erwartet die Bewegung laut Mitteilung bei einem neuen Terminvorschlag die Beteiligung anderer bayerischer Ministerien. Allein mit dem Kultusministerium sei es nicht möglich, für einen Konsens in der Klimapolitik zu sorgen.

Initiatorin Greta Thunberg beim Weltwirtschaftsforum

Die Protestaktion #fridaysforfuture geht auf die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg zurück, die jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament in Stockholm für eine bessere Klimapolitik demonstriert, anstatt zur Schule zu gehen. Die 16-Jährige hatte auch das Weltwirtschaftsforum in Davos besucht und dort eindringlich für mehr Klimaschutz appelliert.

"Die Erwachsenen sagen immer, wir müssen den jungen Menschen Hoffnung geben, aber ich will nicht eure Hoffnung. Ich möchte nicht, dass ihr hoffnungsvoll seid. Ich möchte, dass ihr in Panik geratet. Ihr sollt die Angst spüren, die ich jeden Tag spüre. Und ich möchte, dass ihr handelt. Dass ihr so handelt wie in einer Krise. Ich möchte, dass ihr handelt, als wenn unser Haus brennt. Denn es brennt bereits." Greta Thunberg
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Die 16-Jährige hat mit einem emotionalen Appell Top-Manager und Spitzenpolitiker in Davos dazu aufgerufen, gegen den Klimawandel vorzugehen.