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"Fridays for Future" – zahlreiche Demonstrationen in Schwaben | BR24

© BR / Andreas Herz

Die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" hat in mehreren schwäbischen Städten zum Protest aufgerufen

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    "Fridays for Future" – zahlreiche Demonstrationen in Schwaben

    Die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" hat erneut zu Protesten aufgerufen. In vielen bayerischen Städten wird es heute Kundgebungen und Demonstrationen geben – unter anderem in Augsburg, Lindau, Kempten und Memmingen.

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    Die größte Demonstration der Fridays-for-Future-Bewegung in Bayern dürfte es heute wohl in München geben. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 10.000 Teilnehmern. Auch in Augsburg und zahlreichen weiteren schwäbischen Städten wollen Schülerinnen und Schüler ab dem Mittag für einen besseren Klimaschutz auf die Straße gehen.

    Proteste unter anderem in Füssen, Kempten, Lindau und Memmingen

    Im Allgäu startet die erste Demonstration um 11.55 Uhr vor dem Alten Rathaus in Lindau. In Sonthofen wollen die Klimaaktivisten der Politik ab 13.30 Uhr die Rote Karte zeigen. Ausdrücklich fordern die Organisatoren nicht nur Jugendliche zum Protest auf, sondern "Menschen jeden Alters". Nach der Demo findet im Haus Oberallgäu ein Workshop zum Thema "Iss dir dein Klima gesund" statt. Dabei geht es um den Einfluss unserer Ernährung auf das Klima. Nach einem kurzen Vortrag gibt es vegane Spezialitäten. Weitere Demos sind in Kempten (12.30 Uhr), Marktoberdorf (13.15 Uhr), Memmingen (12 Uhr), Füssen (11.59 Uhr), Kaufbeuren (14.30) und Mindelheim (13 Uhr) angemeldet. In Mindelheim treffen sich die Demonstranten am Schrannenplatz und laufen um 14 Uhr zum Landratsamt. Dort hat Landrat Hans-Joachim Weirather die Schüler zu Vorträgen und Diskussionen über Klima- und Umweltschutz eingeladen.

    "Fridays for Future" in Augsburg und Aichach

    Auch in Augsburg wird am Freitag zum "Klimastreik" aufgerufen. Um 15.30 Uhr wollen sich die Demonstranten auf dem Königsplatz versammeln. Angesprochen sind dabei auch hier nicht nur Schüler, sondern auch deren Eltern. Unterstützt wird die Kundgebung von der Arbeiterwohlfahrt, dem Bund Naturschutz, Greenpeace und vielen weiteren Verbänden. Geplant ist ein Demonstrationszug durch die Augsburger Innenstadt, vom Königsplatz über den Dom zum Hauptbahnhof und zurück. Die Organisatoren fordern eine "grundlegende öko-soziale Wende" und ein Klimaschutzgesetz. Die Polizei rechnet mit bis zu 2.000 Teilnehmern. Auch in Aichach soll für den Klimaschutz gestreikt werden, hier beginnt die Protestaktion bereits um 13 Uhr am Tandlmarkt.

    Klimanotstand in Europa – CSU-Politiker Ferber in Sorge um die Demokratie

    Das Europaparlament hat am Donnerstag (28.11.19) mit einer Resolution symbolisch den "Klimanotstand" ausgerufen. 429 Parlamentarier stimmten dafür, 225 dagegen, 19 Abgeordnete enthielten sich. Im Parlament umstritten war, ob man den englischen Begriff "emergency" als "Notstand" oder als "Notfall" ins Deutsche übersetzen soll. Ein "Notstand" müsse Konsequenzen nach sich ziehen, die auch demokratische Rechte einschränken könnten, so der umweltpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Peter Liese (CDU). Der schwäbische Europaabgeordnete Markus Ferber beklagte, Menschen die den Klimanotstand ausrufen, wüssten entweder nicht, wovon sie sprechen, "oder sie empfinden es als legitim, den demokratischen Prozess auszuschalten". Beides sei zutiefst erschreckend, "gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und dem Jahr 1933".