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Fridays for Future: Umweltminister lädt zur Jugendklimakonferenz | BR24

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Fridays for Future-Demo in Würzburg

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Fridays for Future: Umweltminister lädt zur Jugendklimakonferenz

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber veranstaltet in Erlangen heute die erste von insgesamt zwei Jugendklimakonferenzen in Bayern. Die Aktivisten der "Fridays for Future"-Bewegung kritisierten bereits vorab die Art der Umsetzung.

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Wie läuft die Jugendklimakonferenz ab?

Die Konferenz beginnt um 14 Uhr. Die meisten Schülerinnen und Schüler haben den Unterricht dann schon hinter sich, Schule schwänzen muss niemand. 180 Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordbayern kommen zu der Konferenz. Nach der Begrüßung durch Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) nehmen die Jugendlichen an verschiedenen Workshops teil zu den Themen Mobilität, Konsum und Energie.

Danach geht es zurück ins Plenum, wo der wahrscheinlich spannendste Teil der Konferenz beginnt. Umweltminister Glauber will dann direkt mit den Schülerinnen und Schülern über Klimaschutz und die bayerische Klimapolitik diskutieren und aufnehmen, was in den Workshops erarbeitet wurde. Er wird sich eventuell auf die ein oder andere unangenehme Frage gefasst machen müssen.

Was will Umweltminister Glauber mit den Konferenzen erreichen?

Er will nach seinen Worten mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen und sie ernst nehmen. Die beiden Konferenzen, heute in Erlangen und am kommenden Freitag in München, sind eine direkte Reaktion auf die andauernden Schülerproteste.

"Fridays for future" - "Freitage für die Zukunft": So heißt die Aktion, die die schwedische Schülerin Greta Thunberg ins Leben gerufen hat und die auch in Bayern immer mehr Schülerinnen und Schüler auf die Straße bringt. Ihn habe dieses Engagement sehr beeindruckt, sagte Glauber im Vorfeld der Konferenz.

Schüleraktivisten: "Reine PR-Maßnahme"

Heute und am nächsten Freitag in München geht es erst einmal darum, miteinander zu diskutieren. Umweltminister Glauber will sich anhören, was die Jugendlichen zu sagen haben.

Die Erlanger Gruppe von "Fridays for Future", die die freitäglichen Schülerproteste organisiert, ist sehr skeptisch und glaubt nicht, dass die Konferenzen etwas verändern werden. Sie haben das Ganze als "reine PR-Maßnahme" des Umweltministeriums bezeichnet. Außerdem sei die Auswahl der Schülerinnen und Schüler, die teilnehmen dürfen, willkürlich geschehen. Vertreter von "Fridays for Future" seien erst auf Nachdruck berücksichtigt worden.

Glauber hatte im Vorfeld betont, dass er Wege finden will, Kinder und Jugendliche dauerhaft an den politischen Diskussionen zum Klimawandel zu beteiligen.