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Fridays for Future: massive Verkehrsbehinderungen in Regensburg | BR24

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In Regensburg haben rund 250 Schüler und Studenten für mehr Klimaschutz demonstriert. Wegen der Verkehrsbehinderungen kam es dabei auch zu Wortgefechten mit Autofahrern.

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Fridays for Future: massive Verkehrsbehinderungen in Regensburg

Mit einer Großdemonstration hat die Fridays for Future-Bewegung in Teilen Regensburgs den Verkehr lahm gelegt. Zwar kamen weniger Demonstranten, als bei der Polizei angemeldet waren. Allerdings haben auch "Opas for Future" demonstriert.

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Wegen der Fridays for Future-Demonstration kam es am Freitagmittag im Regensburger Norden zu massiven Verkehrsbehinderungen. Wie die Polizei mitteilt, war vor allem die Kreuzung vor dem Donau-Einkaufszentrum und die Donaustauferstraße betroffen.

Streitereien zwischen Passanten und Demonstranten

Wegen der Demonstration wurde die Frankenstraße ab der Autobahnausfahrt Regensburg-Pfaffenstein stadteinwärts bis zum Donau-Einkaufszentrum in beide Richtungen gesperrt. Das sind mehr als zwei Kilometer. Die Frankenstraße ist eine vielbefahrene, vierspurige Straße, die zur A93 führt. Von der Sperrung waren viele Autofahrer gar nicht begeistert, sodass es vereinzelt zu Wortgefechten zwischen ihnen und den Demonstranten kam.

Weniger Teilnehmer als angemeldet

Ansonsten verlief die Demonstration friedlich, so die Polizei. Die Beamten schätzen, dass rund 250 Schüler, Studenten, aber auch die "Parents-" und "Opas for Future" für mehr Klima- und Umweltschutz demonstriert haben. Angemeldet waren allerdings deutlich mehr, nämlich sogar mehr als 500 Teilnehmer.

© BR/Anne-Lena Schug

Auch die "Opas for Future" haben an der Demo teilgenommen

Demonstration gegen geplante Verkehrsprojekte

Dass die Demo in der Frankenstraße stattfand, war kein Zufall. Hier im Regensburger Norden werden zwei große Verkehrsprojekte diskutiert. Das eine Projekt ist eine dritte Röhre für den Pfaffensteiner Tunnel. Das ist der Autobahntunnel auf der A93 nördlich der Donau, wo es täglich Staus gibt: Morgens in Richtung München und abends in Richtung Weiden. Eine dritte Röhre könnte die Lage dort entspannen. Das zweite Projekt ist die neue Sallerner Brücke über den Regen, die ebenfalls für eine Verkehrsentlastung im Regensburger Norden sorgen soll. Zu diesen Projekten haben zwei Kundgebungen während der Demo stattgefunden.

Demonstranten fürchten Benachteiligung von Radfahrern

Denn die Demonstranten von "Fridays for Future" sind gegen diese Maßnahmen. Nur weil man mehr Straßen baue, heiße das nicht, dass man weniger Autos auf den Straßen hat, sondern man setze damit einen Anreiz um Auto zu fahren, so ein Teilnehmer der Demo. Außerdem befürchten die Demonstranten, dass diese Projekte so viele finanzielle und personelle Ressourcen binden könnten, dass Themen wie der Ausbau von Radwegen oder der des ÖPNV unter den Tisch fallen würden.

© BR/Anne-Lena Schug

Die Demonstranten setzten sich mitten auf eine Kreuzung der Frankenstraße

© BR/Anne-Lena Schug

Die Demonstranten laufen aus der Innenstadt Richtung Norden

© BR/Bernd Kellermann

Demonstranten ziehen von der Goliathstraße Richtung Rathaus