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"Fridays for Future": Klimaschützer demonstrieren in ganz Bayern | BR24

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Nach der Corona-Zwangspause hat die Klimabewegung FFF zu einem weltweiten Protesttag aufgerufen. Auch in Bayern gab es zahlreiche Aktionen. Die Aktivisten kämpfen für eine bessere Klimapolitik und fordern in Sachen Erderwärmung: "KeinGradWeiter".

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"Fridays for Future": Klimaschützer demonstrieren in ganz Bayern

Am weltweiten Aktionstag von "Fridays for Future" haben sich Tausende Bayern beteiligt. Die erste große Aktion startete in Nürnberg. Später am Nachmittag begannen Demos in Regensburg und vielen weiteren Städten im Freistaat.

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"Kein Grad weiter" ist das Motto, unter dem die Klimaschützer von "Fridays for Future" zum sechsten globalen Klimastreik aufgerufen haben. Auch in Bayern beteiligten sich Tausende an den Aktionen.

Rund 1.500 Klima-Demonstranten in Nürnberg

Die erste große Demonstration in Bayern begann am Freitagmittag in Nürnberg. Rund 1.500 Aktivisten von "Fridays for Future" zogen durch die Frankenmetropole. Es ist damit der größte zusammenhängende Demonstrationszug in Bayern an diesem Tag, so die Veranstalter.

"Es ist unheimlich motivierend. Wir können endlich wieder streiken und trotz Corona auf die Straße gehen." "Fridays for Future"-Sprecherin Fabia Klein.

"Fridays for Future" hatte für den 25.9. zum globalen Klimastreik aufgerufen, nachdem es monatelang coronabedingt keine größeren Demonstrationen der Bewegung gab. Um die Gesundheit der Teilnehmer nicht zu gefährden, ist Abstand halten und Masketragen Pflicht.

"Fridays for Future" fordert eine bessere Klimapolitik. "Die Klimakrise schläft nicht. Damit die Politik jetzt endlich was tut, müssen wir auf die Straße gehen und zeigen, dass wir noch da sind", betont Klein. Es geht den Demonstranten um die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, den Kohleausstieg in Deutschland bis 2030 und eine sozial-ökologische Wende.

Weitere "Fridays for Future"-Aktionen in Mittel- und Oberfranken

Auch in anderen Städten in Mittel- und Oberfranken haben Aktivisten von "Fridays for Future" demonstriert. In Erlangen organisierte die Ortsgruppe mehrere kleine Veranstaltungen in der Stadt. Auch in Bayreuth, Bamberg und Hof fanden Aktionen statt. Und auch in Unterfranken, in Würzburg, wurde demonstriert.

Dem Globalen Klimastreik haben sich unter anderem auch Greenpeace, der Bund Naturschutz und Parents for Future angeschlossen. Deutschlandweit protestierten die Aktivisten in mehr als 450 Städten. Es ist der erste bundesweite Klimastreik seit der Corona-Pandemie.

Kleinere Alternativ-Klimademo in München

Mehr als 400 Unterstützer der "Fridays for Future"-Bewegung haben sich am Nachmittag auf der Münchner Theresienwiese versammelt. Diese Zahl nannte die Polizei auf Anfrage. Die Teilnehmer wollten aus einer Menschenkette den Schriftzug "Kein Grad weiter" bilden. Daran sollten maximal 500 Menschen mitwirken. Laut Polizei wurden die Corona-Auflagen vorbildlich eingehalten. Auf einen ursprünglich geplanten Demonstrationszug durch München hatten die Veranstalter wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen in München verzichtet.

200 Menschen protestieren in Rosenheim

In Rosenheim haben sich laut Polizei rund 200 Menschen an einer Demo beteiligt. Eine der Organisatorinnen zeigte sich sehr zufrieden. Sie habe wegen des starken Regens nicht mit so vielen Leuten gerechnet. Der Demonstrationszug vom Mangfallpark durch die Innenstadt zum Rathaus verlief laut Polizei ruhig und friedlich. Die Auflagen wie Maskenpflicht und Abstand seien durchgehend eingehalten worden. Auf dem Weg durch die Stadt machten die überwiegend jungen Menschen lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam. Sie skandierten Sprüche wie "Hoch mit dem Klimaschutz – runter mit der Kohle" oder "Kein Grad weiter!"

Mehrere Hundert Teilnehmer in Regensburg

Die meisten Teilnehmer wurden in Regensburg erwartet. Rund 3.500 Menschen waren angemeldet, gekommen sind bei strömendem Regen laut Polizei rund 600. Die Organisatoren sagten, es seien dreimal so viele. Die Demonstranten bildeten eine Menschenkette entlang der Donauufers und über die Donaubrücken.

Im niederbayerischen Deggendorf haben sich rund 100 Umweltschützer an einer Demo beteiligt.

Mehrere Demos im Allgäu

Auch im Allgäu haben sich etliche Gruppen beteiligt. Die größte FFF-Demonstration fand nach Angaben der Polizei in Kempten statt, mit 160 Teilnehmern. In Lindau, Memmingen und Sonthofen wurden jeweils 100 Demonstranten gezählt – wobei die Organisatoren gerade in Sonthofen von 200 Demonstrierenden sprechen, wie ein BR-Reporter bestätigt. Bei einer weiteren Klimademo in Lindenberg versammelten sich trotz strömenden Regens etwa 50 Menschen. Alle Veranstaltungen verliefen friedlich und ohne weitere Komplikationen, so die Polizeibilanz.

Demo-Ankündigung für Augsburg

Auch in Augsburg wird protestiert. Um das Corona-Infektionsrisiko zu verringern, hat das Ordnungsamt der Stadt eine maximale Zahl von 300 Teilnehmern zur Auflage gemacht. Auch hier müssen alle Masken tragen. Zur Demonstration in Augsburg hatte ein breites Bündnis von Organisationen und Parteien aufgerufen, darunter "Fridays for Future", "Parents for Future", die Alpenvereinssektion Augsburg, die Grünen und die ÖDP.

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