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Schüler-Klima-Streik

"Bisher musste sich ja die Jugend den Vorwurf gefallen lassen, sie sei unpolitisch und suche nur den Spaß im Leben", so der Kemptener Stadtrat Michael Hofer von der ÖDP. Deshalb müsse man froh sein "um jeden jungen Menschen, der sich für Politik interessiert."

Das Engagement der jungen Leute sei aller Ehren wert, gehe es dabei doch um nichts anders als um die Klimaziele und die Zukunft der künftigen Generationen, erklärte der Vorsitzende des Oberallgäuer Kreisverbands der ÖDP.

"Ertragreicher als manche Schulstunde"

Versäumte Schulstunden sollten nachgeholt, aber nicht bestraft werden, denn die Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen sei sicherlich effizienter und für das persönliche Leben ertragreicher als so manche Schulstunde, so Hofer.

Wer den demonstrierenden Schülern Kompetenz abspreche, der werde dieser Generation nicht gerecht, die erkannt habe, dass bei vielen Politikern das Denken realitätsfremd und zu kurzsichtig sei, so Hofer.

Lindner: "Eine Sache für Profis"

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und FDP-Chef Christian Lindner hatten die "Fridays for Future"-Proteste zuletzt kritisiert.

"Es bleibt die Tatsache, dass sie dafür die Schule schwänzen", sagte die CDU-Bundesvorsitzende. Wenn ihre eigenen Kinder im Alter wären, an diesen Protesten teilzunehmen, würde sie ihnen keine Entschuldigung für die Fehltage in der Schule schreiben.

Lindner hatte erklärt, von Kindern und Jugendlichen könne man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. "Das ist eine Sache für Profis", so Lindner.

Aus den bayerischen FDP wurde Lindner dafür kritisiert.