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"Fridays for Future" jetzt auch in Passau | BR24

© dpa/Gregor Fischer

Mehrere Schülerdemos

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"Fridays for Future" jetzt auch in Passau

Erstmals streiken auch Passauer Schüler für den Klimaschutz. Sie schwänzen die Schule und treffen sich am Freitagvormittag, um für den Kohleausstieg und gegen das Bienensterben zu protestieren. Passaus Schulleiter zeigen sich überwiegend kulant.

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Am Freitag streiken erstmals auch Schüler in Passau für die Umwelt und ihre Zukunft. FridaysForFuture heißt das Motto, dem immer mehr junge Menschen folgen. Die Idee: Schule schwänzen am Freitag, um noch mehr Aufmerksamkeit für ihre Belange zu bekommen.

Die Polizei rechnet mit bis zu 500 demonstrierenden Schülern und Studierenden in Passau. Um 11.30 Uhr treffen sie sich am Klostergarten. Von dort wollen sie durch die Fußgängerzone und die Altstadt bis zum Rathaus ziehen. Hier findet die Abschluss-Kundgebung statt.

Auch in Regensburg, Amberg, Günzburg, Kempten, Dingolfing und Landau an der Isar gehen an diesem Freitag Schüler auf die Straße zum Demonstrieren statt ins Klassenzimmer.

Schulleiter verständnisvoll

Passauer Schulleiter zeigen sich im Vorfeld überwiegend kulant. Im Adalbert-Stifter-Gymnasium haben Vertreter der SMV eigene Entschuldigungsformulare für die Demo angefertigt. Alle Schüler, die dieses Formular von ihren Eltern unterschrieben zurückbringen, dürfen nach der vierten Stunde die Schule verlassen und auf die Demo gehen, erzählt Schulleiter Guntram Kraus. Am Auersperg-Gymnasium Passau-Freudenhain haben Schüler, die demonstrieren wollen, Rektor Christian Zitzl persönlich um Erlaubnis gefragt, erzählt er.

"Bisher kamen nur wenige. Das freut mich, denn es ist offenbar kein Massen-Hype, um die Schule ausfallen zu lassen. Bei denen, die zu mir kamen, hatte ich wirklich das Gefühl, dass es ihnen ein Anliegen ist. Und das begrüße ich." Christian Zitzl, Rektor am Auersperg-Gymnasium Passau-Freudenhain

Es dürfe aber nicht bei der Demo bleiben. "Die Schüler müssen verstehen, was eine neue Klimapolitik auch für ihr Leben bedeutet: Dass die Abifahrt zum Beispiel nicht mit dem Flugzeug gemacht werden kann", erzählt er. Fragen wie diese sollen auch im Unterricht diskutiert werden.

Protestbewegung aus Schweden

Die internationale Protestbewegung FridaysForFuture kommt aus Schweden und verbreitet sich seit mehreren Wochen auch in Deutschland. Die Verabredung zum Protest-Vormittag wird über WhatsApp-Gruppen organisiert.