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Fridays for Future: Tausende Schüler demonstrieren in Schwaben | BR24

© picture alliance/Sina Schuldt/dpa

Die "Fridays for Future"-Bewegung wird immer größer. Auch in Schwaben beteiligen sich immer mehr Schüler an den Demos für mehr Klimaschutz

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    Fridays for Future: Tausende Schüler demonstrieren in Schwaben

    In etlichen Städten in Schwaben und im Allgäu haben heute Schüler im Rahmen der Fridays for Future-Bewegung für mehr Klimaschutz demonstriert. Die größte Demo war in Augsburg. Aber auch in vielen kleineren Städten waren die Schüler unterwegs.

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    In Augsburg haben sich gegen elf Uhr um die 800 Menschen auf dem Rathausplatz eingefunden, im Laufe der Kundgebung kamen noch viele weitere dazu, sodass es am Ende laut Polizei Schwaben Nord um die 1.500 Demonstranten waren, die für einen besseren Klimaschutz protestiert haben.

    Erste Fridays for Future-Demos in Wertingen und Oettingen

    In Wertingen, im Landkreis Dillingen an der Donau, kamen insgesamt ca. 200 Menschen zusammen. Die Wertinger Schüler haben zum ersten Mal direkt in ihrer Stadt demonstriert, bislang waren sie zu Kundgebungen in anderen Städten gefahren. Auch in Oettingen im Landkreis Donau-Ries haben die Schüler zum ersten Mal an der Aktion "Fridays for Future" teilgenommen. Trotz des schlechten Wetters fanden sich dort laut Polizei um die 70 junge Menschen ein, um für den Klimaschutz zu demonstrieren.

    In Günzburg haben laut Polizei heute 100 Schüler demonstriert.

    Fridays for Future-Demos im Allgäu

    Die größten Fridays for Future-Demos im Allgäu fanden nach Angaben der Polizei Schwaben Süd/West in Lindau und im Memmingen statt: Dort waren es jeweils rund 450 Demonstranten. Nach Lindenberg im Landkreis Lindau kamen ungefähr 380 Menschen zum Demonstrieren. Im Kempten waren es rund 300. In Sonthofen haben sich wahrscheinlich viele Menschen vom Wetter abhalten lassen. Es hat stark geregnet: Nur ungefähr 30 Personen waren bei der Demo dabei.

    Laut Polizei sind sämtliche Fridays for Future-Demos friedlich verlaufen.

    Stadtjugendring Augsburg lobt Schüler für ihr Engagement

    Der Stadtjugendring Augsburg hat in einer Pressemitteilung ausdrücklich begrüßt, dass tausende Schüler in Bayern bei der Bewegung "Fridays for Future" mitwirken und ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen. Der Stadtjugendring unterstütze die Forderung der Schüler nach einer besseren Umweltpolitik, hieß es.

    "Das politische Engagement der jungen Menschen können wir nur loben. Gerade in Zeiten, in denen Jugendlichen Politikferne und -verdrossenheit vorgeworfen wird, stehen wir hinter diesen Schülern, die für eine lebenswerte Zukunft kämpfen." Franz Schenck, Vorsitzender des Stadtjugendrings Augsburg

    Stadtjugendring kritisiert Bestrafung von Schülern

    Man halte es für einen falschen Weg, die Schüler für ihren Schulstreik zu bestrafen, so Schenck. Der Stadtjugendring appelliert an alle Schulleiter, die Forderungen der Jugendlichen im Unterricht aufzugreifen und darüber zu diskutieren. Jugendliche seien politisch ernst zu nehmen. Darum widerspreche der Stadtjugendring auch der Aussage des FDP-Politikers Christian Lindner - der hatte gesagt, dass Schüler das Thema Klima und Umwelt doch lieber den "Profis" überlassen sollten.