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Fridays For Future: Gremium für Klimaschutzgesetz | BR24

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Auch heute sind Schüler in mehreren bayerischen Städten für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Und sie fanden noch andere Formen, ihrem Anliegen Ausdruck zu verleihen.

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Fridays For Future: Gremium für Klimaschutzgesetz

Die „Fridays For Future“-Bewegung hat es erreicht, dass ein Gremium kommt, das noch heuer ein Klimaschutzgesetz erarbeitet. Das haben Schüler und Landtagspolitiker aller Fraktionen heute übereinstimmend bekanntgegeben.

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In den nächsten Monaten soll ein Gremium entstehen, das noch heuer ein Klimaschutzgesetz erarbeitet. Darauf haben sich heute Vertreter aller Landtagsfraktionen mit den Aktivisten der Schülerbewegung "Fridays For Future" geeinigt, wie sie anschließend in einer Pressekonferenz bekanntgaben.

Grüne: Anstrengungen verdoppeln

Ziel eines neuen Klimaschutzgesetzes solle sein, das Ziel von 1,5 Grad Klimaerwärmung einzuhalten. Die Politiker waren sich einig, dass das ohne Verschärfungen der Gesetzeslage nicht zu erreichen ist. Martin Stümpfig von den Landtagsgrünen forderte, dass die Bayerische Staatsregierung ihre Anstrengungen verdoppeln müsse. Dafür sei es gut, wenn die "Fridays For Future"-Bewegung noch mehr Druck auf die Staatsregierung ausübe.

FDP: Mehr Innovationen statt Verzicht

Der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Martin Hagen, will das aber weniger durch Verzicht und Wohlstandsverlust erreichen, sondern durch Innovationen und Fortschritt. Sonst könne man die Bürger nicht mitnehmen.

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Umfrage: Schüler zu Forderungen und Vorwürfen

CSU: Bürger müssen Konsum einschränken

Der Landtagsabgeordnete der CSU Martin Huber deutete an, dass es Kompromisse mit wirtschaftlichen Interessen geben werde. Trotzdem sei es richtig, dass die Schüler Gehör finden, denn der Klimaschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Er forderte, dass die Bürger ihren Konsum einschränkten.

Nächstes Gespräch am 9. Mai

Alle Beteiligten lobten die konstruktiven Gespräche, und die Schüler freuten sich, dass sie von den Politikern nicht auf das Thema "Schuleschwänzen" reduziert, sondern in ihrem Anliegen ernstgenommen worden seien. Die Schüler betonten, dass es bei den freitäglichen Schulstreiks solange bleiben werde, bis die Politik tatsächlich handelt. Der nächste Termin für ein weiteres Gespräch ist am 9. Mai.

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Auch an diesem Freitag haben bundesweit Schülerinnen und Schüler bei für den Klimaschutz demonstriert. In München hat die Bewegung "Fridays for Future" Politiker zu einem Runden Tisch eingeladen. Alle Landtagsfraktionen schickten einen Vertreter.

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Autor
  • Arne Wilsdorff
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