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Fridays for Future fordert Kirchen zum Handeln auf | BR24

© BR/Daniel Knopp

Fridays for Future Demonstration auf dem Münchner Odeonsplatz

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    Fridays for Future fordert Kirchen zum Handeln auf

    Die "Fridays for Future"-Bewegung verlangt von den Kirchen mehr Engagement beim Klimaschutz. Die Münchner Ortsgruppe von Fridays for Future hat dazu einen Forderungskatalog veröffentlicht, den sie heute mit Kirchenvertretern diskutieren wird.

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    Jeden Freitag demonstrieren Ellena, Pia und Michael auf dem Münchner Odeonsplatz vor der Theatinerkirche für den Klimaschutz. Jetzt wollen sie ihren Protest auch in die Kirchen tragen. "Die Kirchen sollten sich mehr mit uns solidarisieren und auch ihre Reichweite nutzen", sagt Michael. "Die Kirchen erreichen ein Viertel der Menschen und das sollten sie nutzen, um über den Klimaschutz zu informieren und aufzuklären."

    Mehr Klimaschutz im Religionsunterricht

    Konkret wollen Ellena, Pia und Michael, dass kirchliche Mitarbeiter bei Dienstreisen auf Inlandsflüge verzichten. Zudem sollte der Klimaschutz im Religionsunterricht stärker betont werden.

    Zahlreiche kirchliche Organisationen unterstützen die Fridays for Future-Bewegung. Zu der aktuellen Initiative "Churches for Future" hat auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) aufgerufen. Zur bundesweiten Klimademo am 20. September haben sie einen Wunsch an die Pfarrer:

    "Wir wünschen uns sehr, dass die Glocken läuten werden. Wir haben auch in der Vergangenheit schon Beispiele gehabt, da hat es wunderbar funktioniert, zum Beispiel der internationale Friedenstag, da haben in ganz Europa die Kirchenglocken geläutet und es wäre doch ein starkes Zeichen, wenn wir das für den Klimaschutz auch tun." Stephanie von Luttitz, BDKJ-Diözesanvorsitzende München

    Katholische Akademie Bayern lädt Fridays for Future Aktivisten ein

    Die Kirchen stehen dem Vorstoß der jungen Aktivisten positiv gegenüber. Die Katholische Akademie in Bayern hat die Fridays for Future-Bewegung heute Nachmittag eingeladen, über ihre Forderungen an die Kirchen und die Christen zu sprechen und sich mit ihrem Klima-Katalog auseinanderzusetzen.

    Einige katholische Bistümer und evangelische Landeskirchen haben ihre Mitarbeiter bereits aufgerufen, am bundesweiten Klimaprotesttag teilzunehmen. "Die Bewahrung der Schöpfung ist für die Kirche ein ureigenes Anliegen", teilte der Trierer Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg mit. Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm unterstützt die für kommenden Freitag geplanten Klimaschutz-Demos und will selbst an der Kundgebung auf dem Münchner Königsplatz teilnehmen.