BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Fridays for Future fordern Klimaschutz-Notfallpaket für Nürnberg | BR24

© BR

Die Fridays for Future-Gruppe hat in Nürnberg ihr Klima-Notfall-Paket vorgestellt. Die Forderungen sollen umgesetzt werden, damit Nürnberg das angestrebte 1,5-Grad-Klima-Ziel des Weltklimarates erreicht.

5
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Fridays for Future fordern Klimaschutz-Notfallpaket für Nürnberg

Die Fridays for Future-Gruppe in Nürnberg fordert, dass die Stadt den Klimanotstand ausrufen soll. Dazu stellten die Aktivisten ein Klima-Notfallpaket zur Kommunalwahl im März vor. Dieses solle die Stadt schnellstmöglich umsetzen.

5
Per Mail sharen
Teilen

Seit einem Jahr demonstrieren Jugendliche in Nürnberg für ein besseres Klima. Aus Sicht von Fridays for Future (FFF) hat sich in dieser Zeit wenig getan. Deshalb haben die Aktivisten der Nürnberger FFF-Gruppe am Donnerstag gefordert, dass die Stadt Nürnberg dem Beispiel anderer Kommunen wie etwa Erlangen folgt – und den Klima-Notstand ausruft. Bisher haben das die Stadt und Oberbürgermeister abgelehnt.

Klimaschutz besser in der Rathaus-Politik verankern

Außerdem haben die Aktivisten ein Klima-Notfallpaket vorgestellt. Rechtzeitig zur Kommunalwahl, denn sie möchten, dass das Thema Klimaschutz künftig in der Rathaus-Politik besser verankert ist als bisher. Das Zwölf-Punkte-Paket müsse schnellstmöglich umgesetzt werden. Sonst wäre es nicht mehr möglich, das 1,5-Grad-Ziel, das der Weltklimarat vorgegeben hat, zu erreichen, sagte Eva Schreiner, eine der Sprecherinnen des Bündnisses.

Nürnberger Innenstadt soll autofrei werden

Das Notfallpaket der Gruppe sieht unter anderem vor, dass die Nürnberger Innenstadt ab Ende dieses Jahres autofrei ist. Alle Ausbaupläne für den Frankenschnellweg sollen gestoppt werden. Außerdem wollen Fridays for Future, dass ab sofort im Nürnberger Nahverkehr eine 365-Euro-Ticket für alle eingeführt wird.

"20 Prozent der Parkplätze in der Stadt sollen zu Spielplätzen, Parks und öffentlichen Gartenflächen umgebaut werden." Vincent Gewert, Sprecher FFF Nürnberg

Zur Verkehrswende, wie sie sich FFF Nürnberg vorstellt, gehört auch die Förderung des Radverkehrs. Bis zum Jahr 2026 soll es im gesamten Stadtgebiet ein durchgehendes Radwegenetz geben. Außerdem steht im Klimaschutz-Notfallpaket, dass bei Neubauten in der Stadt künftig der Einsatz von Solarzellen zur Stromversorgung verpflichtend sein soll.

Forderungskatalog an Kommunalpolitiker

Mit Blick auf die Kommunalwahlen im März hat die Nürnberger Fridays for Future-Gruppe einen 30-seitigen Katalog erarbeitet, in dem sie ihre Forderungen und mögliche Lösungsansätze zusammengestellt hat. Dieser geht nun an die Parteien. "Wir hoffen, dass sie unsere Forderungen in ihren Programmen berücksichtigen", sagte Sprecher Gewert. Bei der Demonstration zum einjährigen Bestehen von FFF am Freitag (17. Januar) in Nürnberg ist auch ein Stopp am Rathaus eingeplant. Dort sollen die Forderungen lautstark vorgestellt werden.

Keine eigene Liste für die Kommunalwahl

Die Nürnberger Klimaaktivisten wollen, anders als ihre Kollegen in Erlangen, jedoch nicht mit einer eigenen Liste bei der Kommunalwahl antreten. Sie wollen nach den Worten von Sprecherin Eva Schreiner als außerparlamentarische Bewegung den Druck auf die Politik im Rathaus aufrechterhalten.