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"Fridays for Future"-Demos auch in Niederbayern | BR24

© pa/Geisler-Fotopress/Frederic Kern

Teilnehmer einer Fridays For Future-Kundgebung

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    "Fridays for Future"-Demos auch in Niederbayern

    Zum ersten Mal seit zehn Monaten ruft die Klimabewegung "Fridays for Future" bundesweit wieder zu Demonstrationen auf. Auch in Niederbayern sind Kundgebungen angemeldet. Sie finden unter Corona-Bedingungen statt.

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    Vor der Corona-Pandemie war die Klimabewegung "Fridays for Future" dafür bekannt, auf der Straße zu demonstrieren. Am Freitag wird dies nach zehn Monaten wieder in ganz Deutschland stattfinden. Auch in Deggendorf und in Passau sind Kundgebungen geplant.

    Klima-Kundgebung in Deggendorf

    Auf dem Oberen Stadtplatz in Deggendorf werden laut Polizei 15 bis 20 Menschen erwartet. Unter dem Motto "Wir schaffen eineinhalb Meter Abstand - Schaffen wir auch eineinhalb Grad?" soll in einer Kundgebung auf die Klimaerwärmung aufmerksam gemacht werden. Die Demonstration beginnt laut Veranstalter um 14 Uhr und wird unter strengen Corona-Regeln abgehalten.

    Demonstrationszug in Passau

    In Passau ruft die "Fridays for Future"-Bewegung ab 16 Uhr zum globalen Klimastreik auf. 200 Teilnehmer sind laut Polizei angemeldet. Es werde auf die Einhaltung der Corona-Regeln geachtet, so eine Sprecherin.

    Der Demonstrationszug startet an der Ortsspitze und endet im Klostergarten in der Passauer Innenstadt. Mitorganisatorin Elisa Buhr sagte dem BR: "Endlich können wir wieder eine Laufdemo durchführen. Das ist auch bitter nötig, denn die Bundes- und Landesregierung haben es verpasst, in ihrer Reaktion auf die Coronapandemie den Klimaschutz voranzubringen". Mit der Demo soll auch auf das Verzögern der Energiewende aufmerksam gemacht werden.

    Über 40 "Friday for Future"-Demos in Bayern

    Die Bewegung "Fridays for Future" ruft am heutigen Tag zum "globalen Klimastreik" auf. Wegen Corona soll dezentral demonstriert werden. In Deutschland sind in über 400 Städten Proteste angemeldet - über 40 davon in Bayern.

    Forderung: Kohleausstieg bis 2030

    Den Aktivisten, überwiegend Schüler und Studenten, geht es in ihren Forderungen vor allem um die Einhaltung des Pariser-Klimaabkommens: Auf 1,5 Grad soll die Erderwärmung begrenzt werden. Um das zu erreichen, fordert "Fridays for Future" den Kohleausstieg bis 2030, den die Bundesregierung bis 2038 vollziehen möchte. Außerdem sollen die erneuerbaren Energien bis 2035 die komplette Energieversorgung in Deutschland decken.

    Keine bundesweiten Straßen-Demos wegen Corona

    Die Corona-Pandemie hatte zunächst die Straßen-Demos gestoppt. Seit dem globalen Klimastreik am 29. November gab es keine bundesweiten "Fridays for Future"-Aktionen mehr, die auf der Straße stattfanden. Eine Online-Demonstration per Live-Stream Ende April hatte nicht die Wirkung entfacht, die sich die Aktivisten erhofft haben.

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