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Bildrechte: Sven Hoppe/dpa

Nach einer Pause wegen Corona gehen Anhänger der Fridays for Future-Bewegung nun weltweit wieder für mehr Klimaschutz auf die Straße. Alleine in Bayern waren mehr als 50 Versammlungen geplant.

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Fridays for Future-Aktionen in Bayern - Krach machen fürs Klima

Hunderte Aktivisten von Fridays for Future haben in Bayern wieder für mehr Klimaschutz demonstriert. Aufgrund der Corona-Beschränkungen gab es teilweise Fahrrad-Demos.

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  • BR24 Redaktion

Hunderte Aktivisten von Fridays for Future haben in Bayern wieder für mehr Klimaschutz demonstriert. Rund 1.200 Radfahrer hätten sich friedlich in Nürnberg versammelt, sagte ein Sprecher der Polizei. Unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises waren im Freistaat nach Angaben der Bewegung rund 50 Aktionen geplant. Die zumeist jungen Organisatoren legen neben dem Klimaschutz auch großen Wert auf den Infektionsschutz - und nutzen für beides gern das Fahrrad.

Krach machen fürs Klima

In Erlangen protestierten laut Polizei etwa 300 Klimaaktivisten. Mit Trommeln, Töpfen und Eimern machen sie lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam.

"Wir wollen Krach fürs Klima machen, weil wir jetzt lang genug leere Versprechungen gehört haben und jetzt konkrete und zügige Handlungen von der Politik fordern." Marieke Nass von Fridays for Future

In Bamberg und Aschaffenburg gab es jeweils 200 Teilnehmer. In Würzburg gingen demnach 100 Demonstranten für mehr Klimaschutz auf die Straße.

Aktionen online übertragen

Rund 80 Menschen hätten sich im Olympiapark in München versammelt. Die Reden und Musik wurden pandemiebedingt auch online übertragen. "Es gab keine Vorstöße oder Störungen, die Aktivisten haben sich an alle Corona-Auflagen gehalten", bestätigte ein Sprecher der Polizei München.

Kunstaktion in Niederbayern

In Niederbayern beteiligen sich fünf Städte daran. Weil sich wegen der Corona-Pandemie nicht zu viele Demonstrierende auf einmal treffen dürfen, wurden die Veranstalter kreativ. In Regen im Bayerischen Wald gab es eine Kunstaktion mit leeren Kartons. Sie wurden vorher von Aktivisten gestaltet. Die leeren Kartons sollen "einen Haufen leerer Versprechungen" symbolisieren, so die Veranstalter. Auch in der Oberpfalz gab es Aktionen.

Rund 1.000 Teilnehmer in Augsburg

In Augsburg kamen laut Aktivisten auf dem Plärrergelände zwischen 800 und 1.000 Menschen zusammen. Eigentlich war ein Demonstrationszug durch die Innenstadt geplant. Das habe das Ordnungsamt der Stadt aus Infektionsschutzgründen aber nicht genehmigt.

350 Teilnehmer bei Fahrrad-Aktion in Regensburg

In Regensburg nahmen insgesamt 350 Personen mobil teil. Die Fahrradaktion verlief durch die Regensburger Innenstadt und endete mit einer Abschlusskundgebung am Dultplatz mit 400 Teilnehmern an der Spitze, heißt es in einem Polizeibericht. Die Aktion verlief friedlich, der Infektionsschutz wurde eingehalten.

Globale Aktion in 50 Ländern

Die globale Aktion fand in mehr als 50 Ländern statt. In Deutschland veranstaltete Fridays for Future Protestaktionen in mehr als 200 Städten. Auch zahlreiche andere Organisationen riefen zu einer Beteiligung auf, etwa Parents for Future oder Churches for Future.

Die Aktivisten pochen auf die Einhaltung der Pariser Klimaziele und das Ende der Förderung fossiler Brennstoffe. Im Superwahljahr 2021 wollen sie erreichen, dass alle Parteien in Deutschland den Klimaschutz in ihren Programmen verankern.

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