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24-Stunden Fridays-for-Future-Mahnwache vor Siemens-Zentrale

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Fridays for Future: 24-Stunden Mahnwache vor Siemens-Zentrale

Etwa 70 Demonstranten sitzen seit 14 Uhr schweigend auf dem Boden vor der Münchner Siemens-Zentrale am Wittelsbacher Platz. Noch bis Samstagmittag wollen sie hierbleiben und in stillem Protest Siemens Druck machen – in einer 24-stündigen Mahnwache.

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Viele von den 70 Demonstranten haben sich mit schwarzem Klebeband den Mund zugeklebt, die schweigsame Mahnwache vor der Siemens-Zentrale am Wittelsbacher Platz in München soll bis Samstagmittag andauern.

Motto: "Siemens schür' kein Feuer"

Bereits am Freitag Mittag waren etwa 200 Menschen mit Fahnen und Plakaten zur Fridays-for-Future-Demo gekommen. "Siemens schür' kein Feuer", lautet ihr Motto. Der Protest richtet sich gegen den Bau einer Kohlemine in Australien.

Seit Jahren kämpfen Umweltschützer gegen das Vorhaben. Siemens ist an dem Projekt beteiligt. Der Konzern hat den Auftrag bekommen, für das Eisenbahnnetz der Kohlemine eine Signalanlage zu liefern. Die Organisatoren von Fridays-for-Future fordern von Siemens, den Auftrag abzulehnen und die geplante Zulieferung zu stoppen.

Siemens will bis Montag über Australien-Projekt entscheiden

Ein Siemens-Sprecher hat dem BR mitgeteilt, der Konzern stehe grundsätzlich auf der gleichen Seite wie die Demonstranten. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden.

Siemens will nun bis Montag entscheiden, ob der Auftrag zur Lieferung der Anlage ausgeführt wird. Das sagte Konzernchef Joe Kaeser am Freitag in Berlin nach einem Gespräch mit der Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer. Das vom indischen Industriekonzern Adani geplante Kohlebergwerk in Australien soll eines der größten der Welt werden.

Joe Kaeser: "Unterstütze Fridays for Future"

Kaeser sagte außerdem, er habe Neubauer in einem Aufsichtsgremium der neuen Gesellschaft Siemens Energy einen Sitz angeboten. "Ich möchte, dass die Jugend sich aktiv beteiligen kann." Er unterstütze Fridays for Future, so Kaeser.