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Fridays for Future: Jugendproteste in Bayern und weltweit | BR24

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Zum zweiten Mal versammeln sich Schüler und Studenten nunmehr sogar weltweit zu einem Protest von "Fridays for Future". Auch in Bayern sind mehr als zwei Dutzend Orte dabei. Seit vergangenem Dezember laufen die deutschen Schulstreiks fürs Klima.

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Fridays for Future: Jugendproteste in Bayern und weltweit

In Bayern sind in mehr als zwei Dutzend Städten mehrere Tausend Schüler und Studenten im Rahmen der weltweiten Klimaproteste mit dem Motto "Fridays for Future" auf die Straße gegangen. Hier standen die Demos im Zeichen der bevorstehenden Europawahl.

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Laut einem Tweet der Initiatorin von Fridays for Future, Greta Thunberg, gingen am Freitag (24.05.) in 107 Ländern und über 1.200 Städten global Schüler und Studenten auf die Straße, um dagegen zu protestieren, dass ihrer Meinung nach die älteren Generationen nahezu tatenlos zusehen, wie der Planet auf einen dramatischen Klimawandel zusteuert. Viele der Demonstranten bestreiken auch den Schulunterricht.

Mehr als zwei Dutzend Orte in Bayern bei Fridays for Future dabei

In München haben sich laut Polizei 3.000 Menschen dem Demonstrationszug von der Theresienwiese durch die Innenstadt angeschlossen. Der Protestzug führte in einer Schleife zum Hauptbahnhof. In Regensburg sind es etwa tausend zumeist jugendliche Demonstranten, die für mehr Klimaschutz demonstrierten. Gestreikt wurde unter anderem auch in Eichstätt, Ingolstadt, Freising, Altötting, Berchtesgaden, Traunstein Bad Tölz, Weilheim und Penzberg.  Motto der Veranstaltungen: Europawahl ist Klimawahl.

In Augsburg haben die Veranstalter mehr als 1.500 Demonstranten gezählt (Polizei: 1000). Bei der Kundgebung am Augsburger Königsplatz haben sie einen Kohleausstieg bis 2030 gefordert, eine "echte Verkehrswende", eine nachhaltige Agrarpolitik und ein Ende von "klimaschädlichen Subventionen". Auch in Donauwörth, Kempten und Lindau haben Schülerinnen und Schüler zum Protest aufgerufen.

In Würzburg gingen über tausend Menschen auf die Straße, Demos gab es auch in Aschaffenburg (1.200 Teilnehmer), Schweinfurt (250 Teilnehmer), Bad Neustadt (180 Teilnehmer), Haßfurt (35 Teilnehmer) und Volkach (45 Teilnehmer). In Oberfranken liefen Demonstrationen in Bamberg, Bayreuth, Coburg, Kulmbach und Wunsiedel.

Große Mobilisierung vor der Europawahl

Nach Polizeiangaben haben alleine in Nürnberg rund 2000 Menschen „Europawahl ist Klimawahl“ gefordert. In der Nachbarstadt Fürth waren es 300 Demonstranten. Auch in Erlangen gingen 650 Schüler und Studenten, Eltern, Lehrer und Wissenschaftler für eine konsequentere Klimapolitik auf die Straße. Dort starteten die Aktivisten anschließend auf dem Schlossplatz ein 24-stündiges Klimacamp mit Mahnwache und Vorträgen. Auch in der Residenzstadt Ansbach verlief die Demo mit 200 Teilnehmern absolut friedlich, so wie in den anderen Städten auch.

17.000 Menschen in Hamburg

Bundesweit haben sich zehntausende Menschen in mehr als 200 Städten beteiligt. In Hamburg demonstrierten der Polizei zufolge 17.000 vorwiegend junge Leute in der Innenstadt. In Köln waren es laut Veranstaltern 12.000. In Berlin haben sich ebenfalls Tausende Demonstranten am Brandenburger Tor versammelt. Bundesweit erwarteten die Organisatoren nach eigenen Angaben hunderttausende Teilnehmer zu ihren Klimastreiks.

Die Organisatoren hatten auch Erwachsene aufgerufen, sich zu beteiligen. In einem Gastbeitrag in der "Süddeutschen Zeitung" schreiben sie, der Kampf gegen die Erderwärmung sei keine Aufgabe für eine einzelne Generation. Gleichzeitig beklagen sie die Untätigkeit der Politik. Inzwischen demonstrieren auch Eltern für eine strengere Klimapolitik ("Parents for Future"), außerdem Lehrer ("Teachers for Future") und Wissenschaftler ("Scientists for Future").

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Bei dem BR-Videoprojekt CamOn machen Jugendliche Fernsehen. Hier ist Lea als Reporterin in Regensburg unterwegs. Die Friday-for-Future-Demos lassen sie fragen, was jeder einzelne tun kann.