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Landgericht Nürnberg-Fürth
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Autoren

Karin Goeckel
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Landgericht Nürnberg-Fürth

Die Tat ereignete sich im Mai 2018 im Nürnberger Stadtteil Höfen. Der 32-jährige Angeklagte lebte seit einigen Wochen in der Wohnung seines Freundes und seiner Lebensgefährtin. Dort passte er auf das gemeinsame Kind des Paares auf. Das war dem Vater nicht recht. Die Frau warnte deshalb den Angeklagten, dass ihr Freund wütend sei. Zugleich forderte sie ihn auf, die Wohnung nicht zu verlassen. Als der 28-Jährige an der Haustür klingelte, nahm der Angeklagte ein Küchenmesser, öffnete die Tür und stach unvermittelt auf sein Opfer ein. Der Mann starb noch an Ort und Stelle.

Unterbringung in Entziehungsanstalt

Für diese Tat verhängte das Landgericht Nürnberg-Fürth heute eine Haftstrafe von elf Jahren und sechs Monaten. Zugleich ordnete die Kammer die Unterbringung des arbeitslosen Angeklagten in einer Entziehungsanstalt an. Zunächst aber müsse er vier Jahre und drei Monate Freiheitsstrafe verbüßen, sagte ein Gerichtssprecher.

Ursprüngliche Anklage: Mord

Die Tat war ursprünglich als Mord angeklagt, weil der Täter nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die Arg- und Wehrlosigkeit des Freundes ausgenutzt hatte. Das Opfer habe wegen der langjährigen Freundschaft der beiden Männer nicht damit gerechnet, dass sein Gegenüber bewaffnet sein könnte, hieß es. Das Gericht sprach den 32-Jährigen jetzt aber nur des Totschlags schuldig.

Autoren

Karin Goeckel

Sendung

Regionalnachrichten Franken vom 14.01.2019 - 12:30 Uhr