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Freudige Nachricht vor Ostern: Mehr Hasen in Bayern | BR24

© BR/Anton Rauch

Freudige Nachricht vor Ostern: Mehr Hasen in Bayern

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Freudige Nachricht vor Ostern: Mehr Hasen in Bayern

Sie sind das Symboltier für Ostern schlechthin, die Hasen. In der freien Natur kann man wieder mehr Feldhasen hoppeln sehen, schätzt der Bayerische Jagdverband. Er lässt traditionell im Frühjahr die Hasen zählen.

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Es gibt wieder mehr Feldhasen in Bayern. Das schätzt der Landesjagdverband nach seiner Frühjahrszählung, Demnach sind zuletzt 37 Hasen pro 100 Hektar gehoppelt und damit zehn Tiere mehr als vor zwei Jahren. Allerdings wohlgemerkt nur in den Revieren, wo gezählt wird. Insgesamt handelt es sich um fundierte Schätzungen, die einen klaren Trend ergeben: Es werden wieder mehr Mümmelmänner.

Jäger sind in ihren Revieren unterwegs mit Stift und Block

In diesen Wochen sind viele Jäger in Bayern in ihren Revieren unterwegs und schauen, wie viele Hasen sie entdecken. Auch wenn es also keine flächendeckenden Daten sind: Es scheint wieder mehr Feldhasen zu geben in Bayern.

Warmes Wetter mögen die Hasen sehr

Beim Bayerischen Jagdverband in Feldkirchen führen die Experten das vor allem auf das trockene, warme Wetter in den letzten Jahren zurück. Das brauchen die im Frühjahr Neugeborenen besonders. Denn die kleinen Häschen sind sehr empfindlich, wenn sie in ihrer Kuhle liegen.

Hasen haben es schwer mit Landwirtschaft und Verkehr

Bei Nässe und Kälte dagegen sterben viele der Neugeborenen. Intensive Landwirtschaft, die Zerstörung von Biotopen, Straßenbau und zunehmender Verkehr machen den Feldhasen zu schaffen, auch freilaufende Hunde sind der Hasen Tod. Bayernweit wie bundesweit ist der Bestand lang- und kurzfristig rückläufig - auch wenn Feldhasen noch nicht zu den bedrohten Arten gehören.

Der Jagdverband sieht Probleme für den Feldhasenbestand nicht zuletzt durch die Maschinen der Landwirtschaft: Jedes Jahr würden Tausende der Tiere von den scharfen Messern der Maschinen getötet.

Feldhasen haben außergewöhnliche Fähigkeiten

Junge Hasen können boxen und hoch springen. Darauf weisen Jagdverband und Bund Naturschutz hin. Ausgewachsen sind sie stattliche Tiere: Der Feldhase bringt nach Angaben der Verbände bis zu sechs Kilogramm auf die Waage. Auf der Flucht vor Feinden kann er bis zu 70 Kilometer pro Stunde schnell werden. Verfolger schüttelt er ab, indem er Haken schlägt oder Sprünge macht: bis zu drei Meter hoch und sieben Meter weit.

Blühwiesen und Hecken zum Verstecken

Jetzt ist fette und gesunde Milch wichtig für die kleinen Hasen. Und die gibt es aus reichhaltigem Futter mit Pflanzen wie Margeriten, Wilder Möhre, Fenchel, Kamille, Rotschwingel oder Klee. Darum sind Blühwiesen und ungespritzte Feldränder so wichtig, sagen Jagdverband und Bund Naturschutz. Wenn dann noch Brachflächen und Hecken zum Verstecken dazu kommen, können sich die raren Feldhasen nicht nur zu Ostern gut entwickeln.

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