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Freudenberger Pferdeschänder: Neuer, schlimmer Verdacht | BR24

© BR/Heinz

BR-Korrespondent Rudolf Heinz im Gespräch mit Bayern 1 Moderatorin Veronika Meier über den schweren Fall von Pferdequälerei in Hötzelsdorf.

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Freudenberger Pferdeschänder: Neuer, schlimmer Verdacht

Ein schwerer Fall von Tierquälerei schockiert derzeit Niederbayern und die Oberpfalz. Ein Unbekannter hat nun im Kreis Amberg-Sulzbach ein Pferd so misshandelt, dass es eingeschläfert werden musste. Die Polizei schließt ein sexuelles Motiv nicht aus.

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Ein Unbekannter hat in der Nacht vom 6. auf 7. Juli in Hötzelsdorf bei Freudenberg (Landkreis Amberg-Sulzbach) ein Pferd so massiv im Genitalbereich verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. Der Verdacht wiegt schwer: das Tier könnte sexuell misshandelt worden sein. Zuletzt hatte es mehrere Fälle von Pferdequälerei in der Oberpfalz und in Niederbayern gegeben. Eine Serie?

Tier lag in Blutlache

Als der Pferdebesitzer am Morgen in den Stall ging, fand er eine seiner drei Stuten in einer Blutlache am Boden liegen. Sofort benachrichtigte er den Tierarzt, dieser konnte die schwere Blutung zwar stillen, doch die Verletzungen waren zu schlimm - das Tier musste eingeschläfert werden.

Hat sich Täter an Stute vergangen?

Das Schlimmste an diesem Fall: Die Polizei in Amberg kann ein sexuelles Motiv derzeit nicht ausschließen. Die 28 Jahre alte Stute hatte schwerste Schnittverletzungen im Genitalbereich. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Stute war brav und zutraulich

Die Besitzer der Stute sind schockiert. Die Stallung befindet sich direkt neben dem Wohnhaus, sie haben in der Tatnacht aber nichts von der Misshandlung mitbekommen. Die Stute sei so brav und zutraulich gewesen, sie habe die Misshandlung ohne einen Laut über sich ergehen lassen, erzählt der Pferdebesitzer im BR-Interview.

Erst Anfang Juni Pferdemisshandlung in Bad Kötzting

Zuletzt hatte es in der Oberpfalz und in Niederbayern mehrere ähnliche Fälle gegeben: In den Landkreisen Cham, Regen, sowie Straubing Bogen und Deggendorf waren mehrere Pferde verletzt worden.

In Bad Kötzting hatten Anfang Juni zwei Pferde Messerverletzungen an den Nüstern und am Fuß. Für den Besitzer kein Einzelfall, schon vor zwei Jahren ist eines seiner Pferde absichtlich aufgeschlitzt worden. Die Ermittlungen der Polizei in Bad Kötzting laufen dazu noch. Den Pferden geht es wieder gut.

Ähnlicher Fall auch in Niederbayern

Auch in Niederbayern waren in den letzten Monaten Pferdeschänder unterwegs - ein Fall nur wenige Kilometer von Bad Kötzting entfernt. Die Polizei konnte bereits einen mutmaßlichen Täter ermitteln. Ob es einen Zusammenhang mit dem Fall in Bad Kötzting gibt, wird derzeit noch ermittelt.

Was kann ich als Pferdebesitzer dagegen tun?

Die Polizei in Amberg appelliert an die Pferdebesitzer, dass sie ihre Tiere über Nacht nicht auf der Koppel lassen, sondern in den Stall bringen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt das aber auch nicht.

Zusammenhalt in sozialen Netzwerken

Der Fall von Freudenberg schockiert Pferdebesitzer in ganz Niederbayern und der Oberpfalz. In den sozialen Netzwerken haben sich Pferdeliebhaber mittlerweile in Gruppen zusammengeschlossen. Darin diskutieren sie, wie sie solche Taten verhindern können - etwa mit Überwachungskameras oder Bewegungsmeldern.

Hinweise zur Tat nimmt die Polizeiinspektion Amberg unter 09621/890320 entgegen.

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