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Freude über geplante schnellere Impfungen für Lehrkräfte | BR24

© dpa-Bildfunk / Sebastian Gollnow

BLLV und GEW in Unterfranken begrüßen den Beschluss von Bund und Ländern, Lehrkräfte schneller als geplant gegen Corona zu impfen.

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    Freude über geplante schnellere Impfungen für Lehrkräfte

    Auch in Unterfranken wird der Beschluss begrüßt, Lehrkräfte schneller als bisher geplant gegen Corona zu impfen. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatten dies gefordert.

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    Von
    • Anke Gundelach

    Lehrkräfte an Grundschulen, Erzieher und Erzieherinnen sollen schneller als bisher vorgesehen gegen das Coronavirus geimpft werden. Dieser Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz wird auch in Fachkreisen in Unterfranken begrüßt. "Dieser Schritt ist dringend notwendig", sagt beispielsweise der BLLV-Bezirksvorsitzende für Unterfranken Gerhard Bleß auf Nachfrage des BR. Für ihn ist klar, dass die Beschäftigten in den Schulen und Kitas einem deutlich größeren Risiko ausgesetzt sind, als noch vor einem halben Jahr proklamiert. Zahlreiche Untersuchungen, meint er, würden mittlerweile belegen, dass infizierte Kinder sehr ansteckend sein können, auch wenn sie kaum Symptome zeigen.

    Hoffnung auf schnelle Umsetzung des Impfprogramms

    Bleß sagt, es sei höchste Zeit, dass sich diese Erkenntnis in Konsequenzen niederschlägt. Der BLLV fordere die Corona-Impfungen schon lange. Sie seien gerade in Grundschulen und Kitas wichtig, wo Abstände nicht immer eingehalten werden können. Der Bezirksvorsitzende gibt allerdings auch zu bedenken, dass es sich bei den geplanten Impfungen bisher nur um Ankündigungen handelt. Er hofft, dass diese möglichst schnell umgesetzt werden. Einstweilen setzt der BLLV darauf, dass für die Beschäftigten flächendeckend Reihentestungen stattfinden.

    "Moralisches Dilemma" für die GEW

    Auch Jörg Nellen von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Unterfranken freut sich über die Nachricht, dass Lehrkräfte schneller als geplant geimpft werden sollen. Damit werde eine Forderung der GEW erfüllt. Allerdings, sagt er, sehe er auch ein moralisches Dilemma. Denn man habe nicht gewollt, dass die Impfungen womöglich auf Kosten anderer Personen gehen, die durch das Virus besonders gefährdet sind. Die Regierung habe in Sachen Corona-Impfungen Fehler gemacht. "Die müssen wir jetzt ausbaden", so Nellen. Er würde sich wünschen, dass möglichst bald auch andere Berufsgruppen in den Genuss der Impfungen kommen, beispielsweise Verkäuferinnen und Verkäufer.

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