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Freiwillige Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer in Bayern | BR24

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Seit Donnerstagnachmittag werden auch am Münchner Hauptbahnhof kostenlose Corona-Tests für Reisende angeboten.

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Freiwillige Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer in Bayern

Seit Donnerstag können sich Urlauber, die mit dem Auto die bayerische Grenze passieren, freiwillig und kostenlos auf Corona testen lassen. Mehrere Teststationen gingen dazu in Betrieb - auch an großen Bahnhöfen und am Flughafen in Memmingen.

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Drei vorläufige Corona-Teststationen nahe der Grenzübergänge Kiefersfelden, Walserberg und Pocking haben am Donnerstag ihren Betrieb aufgenommen: Eine an der A93 bei der Rastanlage Inntal-Ost, eine bei der Rastanlage Hochfelln-Nord an der A8 und die dritte an der A3 an der Raststätte Donautal-Ost. Rund um die Uhr können sich Urlaubsheimkehrer dort auf das Coronavirus testen lassen.

Die Tests sind kostenlos und im Moment noch freiwillig. Doch nach dem Willen von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) soll sich das ändern. Nach den verpflichtenden Tests an Flughäfen brauche es etwas Ähnliches auch an allen anderen Reisewegen. "Das heißt, jemand, der mit dem Auto zurückkehrt, muss neben der Quarantäne eigentlich auch eine Verpflichtung bekommen, einen Test zu machen." Söder forderte, das national einzuführen. "Wir bieten als erste Maßnahme an, dass man freiwillig einen Test machen kann, direkt wenn man die Grenze passiert hat. Das ist eine der Maßnahmen, die wir dringend brauchen, um den Schutz vor Corona auch im eigenen Land zu sichern."

Rotes Kreuz rechnet mit 2.000 Tests täglich

Das Angebot des Freistaats ist mit einigem Aufwand verbunden. Das Technische Hilfswerk hat Zelte aufgebaut und sorgt für die weitere Infrastruktur, das Bayerische Rote Kreuz stellt medizinisch ausgebildetes Personal zu Verfügung. Wie viele Menschen das Angebot wahrnehmen werden, sei derzeit nicht absehbar. Dieter Hauenstein vom BRK kalkuliert mit maximal 2.000 Tests pro Tag. Es gebe keine Erfahrungswerte, so Hauenstein. Auf der Autobahn lasse sich nicht kontrollieren, woher die Leute kämen.

© BR/Sophie Brand

Ab heute können sich Urlauber, die nach Bayern zurückreisen, freiwillig und kostenlos auf Corona testen lassen.

Keine Drive-in-Teststation auf der Autobahn

An der Raststätte Donautal-Ost an der A3 bei Passau in Niederbayern konnte man am Mittwoch schon sehen, wie die Tests ablaufen sollen. Etwa fünf Kilometer vor der Rastanlage wird die Geschwindigkeit reduziert. Wer sich testen lassen will, soll zum Rastplatz fahren, dort parken und zu Fuß zum Abstrich in eines der drei Zelte gehen. Eine Drive-in-Teststation, wie man sie von der Münchner Theresienwiese kennt, gibt es hier nicht, so Dieter Hauenstein. Die Gefahr sei ein Rückstau auf der Autobahn und dadurch weitere Gefahren.

An der Rastanlage bei Kiefersfelden in Oberbayern sollen drei Testschienen eine schnelle Abwicklung garantieren. Zur Sicherheit aller gibt es voneinander getrennte Bereiche für Eingang und Warten, Registrierung, Test und Ausgang. Das Testzentrum Inntal-Ost soll nur für kurze Zeit in Betrieb sein. Am 7. August wird es an die Rastanlage Heuberg verlegt, wo sich derzeit noch eine Baustelle befindet.

Testmöglichkeiten auch an den Bahnhöfen

Auch an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sollen freiwillige Corona-Tests möglich sein. An den Flughäfen München und Nürnberg gibt es bereits seit vergangenem Wochenende die Möglichkeit, sich auf das Virus testen zu lassen. Ein weiteres Testzentrum soll am Allgäu Airport in Memmingen Reisenden zur Verfügung stehen.

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Ab heute können sich Urlauber, die mit dem Auto die bayerische Grenze passieren, freiwillig und kostenlos auf Corona testen lassen. Mehrere Teststationen gingen in den Morgenstunden in Betrieb - auch an großen Bahnhöfen und am Flughafen in Memmingen.

Die Corona-News des Tages finden Sie in unserem Ticker.

© BR/Julia Binder

Corona-Teststation in Kiefersfelden

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