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Bayern

Freistaat unterstützt Sanierung ehemaliger Kirchenburg | BR24

© picture alliance/imageBROKER/Egon Bömsch

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Bad Kötzting

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    Freistaat unterstützt Sanierung ehemaliger Kirchenburg

    Um die ehemalige Kirchenburg in Bad Kötzting im Landkreis Cham auch für die Zukunft als Baudenkmal zu erhalten, stellt das bayerische Kunstministerium jetzt mehr als 480.000 Euro zur Sanierung bereit. Das Geld stammt aus einem Entschädigungsfonds.

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    Der Freistaat Bayern unterstützt die Sanierung der ehemaligen Kirchenburg in Bad Kötzting mit knapp einer halben Million Euro aus einem Entschädigungsfonds für Denkmalsanierungen. Das hat Kunstminister Bernd Sibler (CSU) jetzt bekanntgegeben.

    In einer Mitteilung seines Ministeriums heißt es: "Die Kirchenburg prägt mit ihrem Sitz auf einer felsigen Kuppe über dem Weißen Regen die einzigartige Landschaft des Bayerischen Waldes. Sie ist beispielhaft für Grenzbefestigungen in diesem Raum. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir die Kirchenburg mit Mitteln aus dem Entschädigungsfonds unterstützen können."

    Komplex vereint Bauten aus mehreren Jahrhunderten

    Die Kirchenburg setzt sich laut der Ministeriumsmitteilung aus dem befestigten Friedhof, dem Schloss und der zentral gelegenen Kirche zusammen. Das Schloss war demnach von etwa 1.200 an Sitz der Herren von Chostingen, seit 1316 diente es als herzogliches Pflegeamt. Nach mehreren Zerstörungen ist das heutige Bauwerk im Wesentlichen ein Neubau des 18. Jahrhunderts. Die Wehranlagen der Kirchenburg mit mehreren Wachtürmen stammen dagegen aus dem 15. Jahrhundert.

    Umfassende Instandsetzungsarbeiten stehen an

    Da sich die spätmittelalterliche Wehrmauer in weiten Teilen dem Ministerium zufolge in einem insgesamt schlechten baulichen Zustand befindet, werden unter anderem das Mauerwerk und eine Steinbrücke instand gesetzt. Außerdem soll eine Drainage eingebaut und eine Ableitung des Oberflächenwassers installiert werden.

    Insgesamt gibt es aus dem Entschädigungsfonds, der vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen wird, 486.585 Euro. Die Bauarbeiten werden mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und von der Behörde begleitet.