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Symbolbild: Fahrkartenautomat der MVG
© picture-alliance/dpa
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Symbolbild: Fahrkartenautomat der MVG

35 Millionen Euro will der Freistaat pro Jahr zuschießen, um Tarifsprünge für die Kunden bei der MVV-Reform abzumildern. Die dadurch entstehenden Einnahmeverluste sollen auf diese Weise ausgeglichen werden. Das versprach der bayerische Ministerpräsident bei dem Treffen in der Staatskanzlei, an dem auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und sämtliche Landräte der Verbundlandkreise teilnahmen.

"Unser Ziel ist, dass der ÖPNV im Großraum günstiger, schneller und verlässlicher wird. Dazu braucht es neue Linien, mehr Fahrzeuge auf den Linien und langfristig ein vernünftiges Preisangebot." Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident

Künftige Ticketpreise noch ungewisss

Außerdem will der Freistaat auf den Außenästen der S-Bahnen einen durchgehenden 20-Minuten-Takt gewährleisten, dazu gibt er 15 Millionen Euro. Ministerpräsident Markus Söder sieht das als einen Schritt hin zu seinem Langfristziel eines 365-Euro-Tickets für den Nahverkehr. Über die Verteilung der 35 Millionen Euro und die künftigen Ticketpreise müsse noch verhandelt werden, hieß es. Danach muss der Verbundrat aus Freistaat, Landeshauptstadt und Landkreisen die Tarifreform beschließen.

Fahrgäste an "Tarifgrenzen" sollen profitieren

Ministerpräsident Markus Söder und Verkehrsministerin Ilse Aigner betonten, dass es nicht Ziel sei, die MVV-Reform noch einmal ganz neu zu berechnen. Es gelte Härten auszugleichen für Fahrgäste an Tarifgrenzen, die bislang mit deutlich höheren Preisen rechnen mussten. Söder und Aigner erklärten, dass die Reform zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 in Kraft treten soll. Allerdings müssen sämtliche Kreistage und der Münchner Stadtrat der Reform noch zustimmen.

Dieter Reiter zufrieden

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter lobte, dass der Freistaat Bayern seine "Blockadehaltung mit dem heutigen Tag" aufgegeben habe. Reiter erwartet schnell einen genauen Vorschlag, der begutachtet werden könne. Der Münchner Stadtrat werde dieses Mal erst nach den Kreistagen entscheiden. Allerdings rechnet Reiter eigenen Angaben zufolge mit Verteilungskämpfen.