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Festung Marienberg erhält "Museum für Franken"
© Günther Mehler, Würzburg

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Achim Winkelmann
© Günther Mehler, Würzburg

Festung Marienberg erhält "Museum für Franken"

Die Übernahmevereinbarung werden Finanzminister Markus Söder und Kultusminister Ludwig Spaenle (beide CSU) am Ende der Gründungszeremonie unterzeichnen. Auch Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) wird die Urkunde als Vorsitzender des bisherigen Zweckverbands unterzeichnen. Seit 2003 trugen die Stadt Würzburg (60%) und die Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken (40%) das "Mainfränkische Museum" gemeinsam.

11.000 Quadratmeter Museumsfläche

Bis zum Jahr 2025 investiert der Freistaat als neuer Träger rund 100 Millionen Euro in die Generalsanierung des Museums. Die Museumsfläche wird mit etwa 11.000 Quadratmetern dann doppelt so groß sein wie bisher. Einhergehend mit den neuen Räumen soll das künftige "Museum für Franken" ein runderneuertes Konzept unter dem Gründungsdirektor Dr. Erich Schneider erhalten. Der in Kitzingen geborene Kunsthistoriker will bei der Feierstunde seine Vision des neuen Museums als Repräsentanz für ganz Franken erläutern.

Mainfränkisches Museum

Die Besucherzahlen des hoch über der Würzburger Innenstadt angesiedelten Museums hatten sich zuletzt bei etwa 80.000 Gästen pro Jahr eingependelt. Das Rekordjahr mit insgesamt 180.000 Gästen war 1971. Bisher verfügt das Museum als eine der großen Kunstsammlungen im Freistaat über mehr als 40 Ausstellungsräume. Gezeigt werden Gemälde, Skulpturen, Kunsthandwerk und Volkskunst aus Würzburg und Mainfranken. Die ältesten Exponate sind archäologische Bodenfunde aus der Region. Weltweit einzigartig ist die Sammlung von Werken des mittelalterlichen Bildhauers und Bildschnitzers Tilman Riemenschneider.