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Freistaat lässt Zustand der Staatsstraßen überprüfen | BR24

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Der Freistaat lässt derzeit den Zustand der Staatsstraßen überprüfen, erfassen und bewerten. Das hat der bayerische Verkehrs- und Bauminister Hans Reichart (CSU) bekannt gegeben. Jüngst hatte der Oberste Rechnungshof den Straßenzustand kritisiert.

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Freistaat lässt Zustand der Staatsstraßen überprüfen

Der Freistaat lässt derzeit den Zustand der Staatsstraßen überprüfen, erfassen und bewerten. Das hat der bayerische Verkehrs- und Bauminister Hans Reichart (CSU) bekannt gegeben. Jüngst hatte der Oberste Rechnungshof den Straßenzustand kritisiert.

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Jetzt sind sie wieder unterwegs - die orangen Messfahrzeuge der Straßenbauverwaltung. Der Freistaat lässt nämlich heuer wieder bis Oktober seine Staatsstraßen überprüfen. Alle vier Jahre wird das gesamte Straßennetz Bayerns mit einer Länge von 14.100 Kilometer in der Zeit von April bis Oktober in einem standardisierten Verfahren flächendeckend erfasst und durchgecheckt, so Verkehrs- und Bauminister Hans Reichart (CSU). Erst zu Beginn der Woche hat der Bayerische Oberste Rechnungshof von einem hohen Nachholbedarf bei der Instandhaltung der Straßen gesprochen.

Infos über Spurrillen und Griffigkeit der Fahrbahn

Die Erhaltung des Straßennetzes sei zentrale Aufgabe der Bayerischen Staatsbauverwaltung. Sie bilde die Grundlage für die Wahl der richtigen Erhaltungsmaßnahmen, sagte Reichart.

"Darüber hinaus liefert sie wichtige Erkenntnisse für die Verkehrssicherheit, beispielsweise über die Griffigkeit und Spurrinnentiefe der Straßen. Dieses Wissen hilft uns, die Sicherheit auf Bayerns Straßen zu gewährleisten und weiter zu verbessern." Verkehrsminister Hans Reichart

Dazu werden die Straßen mit speziellen Messfahrzeugen befahren.

Messfahrzeuge liefern Bilder und Daten

Ein Fahrzeug liefert Bilder, um Risse, Flickstellen oder Ausbrüche visuell auszuwerten.

"Ein zweites Messfahrzeug misst die Griffigkeit der Straßen. Nach der Erfassung der Daten werden diese zunächst einer umfassenden Prüfung unterzogen. Die geprüften Daten werden dann ausgewertet und den Staatlichen Bauämtern zur Verfügung gestellt.“ Verkehrsminister Hans Reichart.

Die sogenannte Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) wird seit 1996 durchgeführt. Brücken an Staatsstraßen werden in einem dreijährigen Rhythmus überprüft.

Rechnungshof kritisiert Reparaturstau

Jüngst hatte der Oberste Rechnungshof (ORH) den Zustand der bayerischen Straßen teilweise als "alles andere als befriedigend“ eingestuft. 38 Prozent der Straßen müssten saniert, weitere 22 Prozent intensiv beobachtet werden. Auch die Instandhaltung von Brücken erfolge nicht in ausreichendem Umfang. Der ORH fordert ein tragfähiges Konzept zur dauerhaften Sicherung der Staatsstraßen und Brücken auf Grundlage der tatsächlich erforderlichen Kosten. Dieses Konzept müsse auch den "bislang angestauten Nachholbedarf“ berücksichtigen, hieß es.

© Straßenbauverwaltung

Messung der Griffigkeit