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Freistaat gibt Millionensumme für Augsburger Synagoge | BR24

© picture-alliance/dpa

Der Freistaat Bayern will die Sanierung der historischen Augsburger Synagoge mit 4,5 Millionen Euro bezuschussen.

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    Freistaat gibt Millionensumme für Augsburger Synagoge

    Für 25 Millionen Euro soll in den kommenden Jahren die Augsburger Synagoge saniert werden. Auch der Freistaat beteiligt sich an den Kosten: Laut dem schwäbischen SPD-Abgeordneten Harald Güller werden 4,5 Millionen Euro fließen.

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    Mehrere Millionen vom Freistaat für die Augsburger Synagoge: "Damit kann man jetzt sicherlich mit der Sanierung beginnen", meint Harald Güller, schwäbischer SPD-Landtagsabgeordneter und haushaltspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Vor Beginn der Nachtragshaushalts-Beratungen im Haushaltsausschuss bestätigte Güller dem BR-Studio Schwaben, dass der Freistaat einen Zuschuss in Höhe von 4,5 Millionen geben will. Dieses Jahr sollen davon 2,3 Millionen Euro freigegeben werden, die restlichen 2,2 Millionen Euro sind Güller zufolge für die kommenden Jahre eingeplant.

    25 Millionen Euro für Synagoge

    Güller geht davon aus, dass die Planungen für die Sanierung der historischen Synagoge in der Augsburger Innenstadt etwa ein Jahr dauern werden. Die eigentlichen Sanierungsarbeiten werden ihm zufolge dann drei bis vier Jahre beanspruchen. Die Gesamtkosten werden auf 25 Millionen Euro beziffert. Der Bund soll die Hälfte dieser Summe übernehmen. Die Israelitische Kultusgemeinde in Augsburg wird laut Güller zehn Prozent der Kosten stemmen.

    Augsburger Stadtgesellschaft ist gefragt

    Der Augsburger SPD-Abgeordnete sieht aber auch die Stadtgesellschaft in der Pflicht und denkt dabei etwa an Benefizkonzerte und das Sammeln von Spenden. Die Synagoge müsse als Baudenkmal erhalten bleiben. Außerdem müsse die Stadt ein Zeichen setzen für ein gemeinsames jüdisches Leben mit anderen Religionen.

    Unterstützung für jüdische Gemeinden

    Gerade der Anschlag auf die Synagoge in Halle an der Saale habe gezeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen an jüdischen Gotteshäuser verbessert werden müssten, so Güller. Die Kosten dafür könnten nicht der jüdischen Gemeinde überlassen werden, hier sei der Freistaat gefordert.