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Bayern

Freispruch für Tierarzt der Bezirksregierung | BR24

© pa/dpa

Amtsgericht Landshut

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    Freispruch für Tierarzt der Bezirksregierung

    Das Amtsgericht Landshut hat einen leitenden Amtstierarzt der Regierung von Niederbayern vom Vorwurf des Geheimnisverrats freigesprochen.

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    Es gebe keine Beweise, dass der Beamte die Firma Bayern-Ei vor einer Lebensmittelkontrolle gewarnt habe, so das Gericht. Auch der Staatsanwalt forderte einen Freispruch. Es gebe keine Beweise für ein entsprechendes Telefonat.

    Bayern-Ei Chef Stefan Pohlmann hatte den Tierarzt im Zuge der Ermittlungen belastet. Pohlmann hatte sich an einem Freitag beim Landratsamt gemeldet, was denn bei einer anstehenden Kontrolle am darauffolgenden Montag zu erwarten sein. Als Quelle des Termins nannte er den Beamten am Landratsamt den angeklagten Veterinär.

    Staatsanwalt kritisiert mangelndes Erinnerungsvermögen der Zeugen

    Bei der anschließenden Kontrolle hatten die Beamten tatsächlich einen Geruch nach Desinfektionsmitteln bemerkt, die darauf hindeuteten, dass der Betrieb von den Kontrollen gewusst haben könnte. Fragezeichen bleiben aber: So kritisierte der Staatsanwalt, dass sich Zeugen in auffälliger Weise bei entscheidenden Fragen nicht mehr erinnern konnten. Das Urteil ist rechtskräftig.

    Zum Prozessauftakt am Vormittag war auch Bayern-Ei-Chef Stefan Pohlmann als Zeuge geladen. Er hatte hat die Aussage aber verweigert.

    Hunderte Erkrankte, ein Toter

    Der Bayerische Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung deckten 2015 auf, dass Bayern-Ei 2014 offenbar einen länderübergreifenden Salmonellenausbruch mit Hunderten Erkrankten und mindestens einem Toten ausgelöst hatte.