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Freisinger Trinkwasser nicht gesundheitsschädlich | BR24

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Leitungswasser fließt in ein Glas

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    Freisinger Trinkwasser nicht gesundheitsschädlich

    Das Wasser, das in Freising aus der Leitung kommt, ist unbedenklich. Zu diesem Schluss kommt das Gesundheitsamt Freising, dem die Ergebnisse der Wasserproben mündlich mitgeteilt wurden. Die schriftliche Auswertung wird in den nächsten Tagen erwartet.

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    Proben des Wasserwirtschaftsamtes ergaben, dass der PFOS-Wert im Freisinger Grundwasser deutlich unter den Grenzwerten liegt. Die Industriechemikalie ist also nachweisbar, aber nicht gesundheitsschädlich.

    Auch für das Freisinger Trinkwasser besteht somit keine Gefahr. Es wird dort auch aus Flachbrunnen gewonnen und kann somit Grundwasser enthalten. Eine Rückmeldung der Stadtwerke Freising zu diesem Thema steht allerdings noch aus.

    In der Moosach wurde Chemikalie PFOS gefunden

    In Freising hatte am Montagnachmittag eine wichtige Besprechung stattgefunden. Geklärt werden sollte, ob das Freisinger Grund- und Trinkwasser ebenfalls verunreinigt ist. Schon länger ist bekannt, dass die Moosach mit der Chemikalie belastet ist. Am 29. September soll zum Thema PFOS im Wasser noch einmal eine Info-Veranstaltung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stattfinden.

    In Freising schaut man indessen gespannt nach München, ob der Schuldige für die Verunreinigung bald gefunden wird. Denn die Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamtes ergaben, dass die Substanzen vom Münchner Grundwasser stammen. Für das Münchner Trinkwasser besteht aber keine Gefahr, es kommt aus dem Mangfalltal.

    💡 Was ist PFOS?

    Die Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) zählt wie die Perfluoroktansäure (PFOA) zu den perfluorierten und polyfluorierten Chemikalien , die seit einigen Jahren immer stärker in die öffentliche Diskussion geraten. PFC werden zum Beispiel in Antihaft-Beschichtungen für Pfannen, als Regenschutz bei Bekleidung, in Feuerlöschschäumen oder zur Papierveredlung verwendet. Aufsehen erregten in Deutschland vor allem Studien der Ruhr-Universität Bochum, die zeigten, dass einige dieser Chemikalien mit dem Trinkwasser in den menschlichen Organismus aufgenommen werden und sich im Blut anreichern. Aus Tierversuchen sind krebserzeugende Eigenschaften von PFOA und PFOS bekannt. Daher sind diese Chemikalien auch kritisch für die menschliche Gesundheit.

    Die Europäische Union hatte das Inverkehrbringen und Verwenden von PFOS seit Juni 2008 schon bis auf Ausnahmen verboten. Das Stockholmer Übereinkommen verbietet PFOS seit 2009 weltweit. Einzige Ausnahmen: Bis höchstens 2025 darf der Stoff noch in Feuerlöschschäumen und bei der Hartverchromung so verwendet werden, dass er nicht in die Umwelt gelangen kann. (Quellen: Umweltbundesamt, Bundesumweltministerium)

    Sendung

    Regionalnachrichten aus Oberbayern

    Von
    • Julia Haas
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