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Freie Wähler wollen Wasserstofftechnik an den Untermain holen | BR24

© dpa Picture-Alliance Sebastian Gollnow

Freie Wähler wollen Wasserstofftechnik an den Untermain holen

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Freie Wähler wollen Wasserstofftechnik an den Untermain holen

„Auf den Zug müssen wir aufspringen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Freien Wähler im Landkreis Miltenberg. Sie informieren in Großwallstadt (Lkr. Miltenberg) über das Potential von Wasserstofftechnik für die Region.

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Dabei beziehen sie sich vor allem auf die geplante Elektrifizierung der Bahnstrecke Aschaffenburg – Wertheim. Noch sind die regionalen Strecken von Aschaffenburg bis Wertheim nicht elektrifiziert. Ein Antrieb per Wasserstofftechnik stellt somit die attraktive Alternativlösung dar, heißt es. Die Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Miltenberg informierten sich vergangene Woche im Industriepark Höchst über die Brennstoffzellentechnik als Antriebstechnologie. Rund 7 Tonnen Wasserstoff würden dort als Nebenprodukt in der täglichen Produktion anfallen.

Attraktive Alternative

Ab 2022 sei im Taunus die Umstellung einer Flotte von 27 Zügen mit Hilfe der Brennstoffzellentechnologie geplant. Der Projektleiter hat darauf hingewiesen, dass eine Neu-Elektrifizierung von Bahnstrecken zwischen ein und zwei Millionen Euro pro Kilometer mit sich zieht. Ein Antrieb per Wasserstofftechnik stelle eine attraktive Alternativlösung dar. Wasserstoff sei ein Rohstoff, der überall hergestellt werden könne. Anders als bei Benzin, Diesel und Elektrizität könne sich Deutschland dem Chemiker zufolge damit langfristig aus der Abhängigkeit von Rohstoffimporten lösen.

Förderprogramm der Bundesregierung

Bei der Infoveranstaltung im Business Sporthotel werden Wasserstoffautos präsentiert. Außerdem gibt es einen Vortrag über nachhaltige Mobilität am Beispiel der Brennstoffzelle. Bei Brennstoffzellenfahrzeugen wird elektrische Energie aus Wasserstoff oder Methanol durch eine Brennstoffzelle erzeugt. Im Vergleich zu herkömmlichen batteriebetriebenen Elektroautos können Reichweiten von mehreren hundert Kilometern erzielt werden. Ein bundesweites Förderprogramm des Verkehrsministeriums für neue Wasserstoff-Tankstellen übernehme laut Freie Wähler aktuell bis zu 50 Prozent der Investitionskosten und wolle bis 2025 die Steigerung von bisher 70 Tankstellen auf 400 deutsche Standorte erreichen.

© BR

"Auf den Zug müssen wir aufspringen", heißt es in einer Pressemitteilung der Freien Wähler im Landkreis Miltenberg. Sie informieren in Großwallstadt (Lkr. Miltenberg) über das Potential von Wasserstofftechnik für die Region.