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Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger am Rednerpult
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Eva Lell
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Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger am Rednerpult

Nach seinen Erfolgen gefragt, zählt Hubert Aiwanger auf: das Ende der Studiengebühren, die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums, die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. Sein selbstbewusstes Fazit: „Wenn jede Partei in der Opposition so viel bewegen würde wie wir, wäre es um Bayern besser bestellt.“

Landwirte und Mittelschicht im Blick

Nun könnte man meinen, wenn einer derart mit seiner Oppositionsarbeit zufrieden ist, will er das auch so weitermachen. Aber auf die Freien Wähler und ihren Chef Aiwanger trifft das nicht zu. Sie wollen bei der Landtagswahl von der Schwäche der CSU profitieren und dann mit den Christsozialen koalieren - so der Plan von Aiwanger. Dabei hat er einige Zielgruppen wie Landwirte im Auge. Die Freien Wähler fordern, wie auch der Bauernverband, eine andere Besteuerung der Landwirte. Auch die Mittelschicht hat Aiwanger im Blick mit den Wahlkampfthemen Abschaffung der Erbschaftssteuer und kostenfreie Kinderbetreuung.

Konsequente Anwendung des Asylrechts

In der Frage Flüchtlinge und Fachkräftezuwanderung fordern die Freien Wähler eine strikte Anwendung des Asylrechts. Den derzeit diskutierten „Spurwechsel“, der abgelehnten, gut integrierten Asylbewerbern eine Bleibeperspektive gäbe, lehnen sie ab. Nur in begründeten Einzelfällen sollten solche Migranten bleiben dürfen, sagt Aiwanger und liegt damit auf der Linie seines Wunschkoalitionspartners CSU.